#LoveWritingChallenge – Tag 1 & 2

Der April stand dieses Jahr, wie auch schon in den letzten zwei Jahren, ganz im Zeichen des Camp NaNoWriMo, der kleine Bruder des großen NaNoWriMo. Ich schrieb, wie auch schon die letzten paar Mal, an meinem Projekt How Soon Is Now, das inzwischen ganz ordentliche 56.000 Wörter zählt. Ganz gelegen kommt mir da die Challenge, die Katie auf ihrem Autorenblog ins Leben gerufen hat: Bei der #LoveWritingChallenge geht es darum, jeden Tag über das Schreiben zu schreiben. Und weil ich mich nicht kurz genug fassen kann für Instagram, gibt es meine Beiträge eben hier auf dem Blog.

Tag 1: Weiblicher Charakter

Es ist tatsächlich ein Phänomen, dass die meisten Charaktere, die ich mir so ausdenke, weiblich sind. Woran das jetzt nun genau liegen mag, ist eine Frage für einen anderen Tag. Ich hab deshalb etwas überlegen müssen, über wen genau ich an dieser Stelle schreiben will. Im Endeffekt habe ich darüber nachgedacht, wer eigentlich der erste Charakter war, den ich weiter als einen puren Namen entwickelt habe, und das war eine junge Frau namens Miri.

Miri hatte irgendwann auch mal einen Nachnamen, an den erinnere ich mich nur leider nicht mehr und in den 5.000 Wörtern, die ich über sie geschrieben habe, taucht er nicht auf. Als ich Miri und ihre Geschichte, die starke Ähnlichkeiten zum Film Bedazzled hatte, konzipierte, war ich 15 Jahre alt und es war damals mit Abstand das längste an Fiktion, was ich bis dato geschrieben hatte.

Ich weiß nicht mehr viel über Miri, auch, weil ich schon mit 15 so schrieb wie heute: Name, ein Skelett an Backstory und ein paar Details stehen, der Rest entwickelt sich während des Schreibens. Was ich weiß ist, dass Miri in ihren 20ern war, sich gerade getrennt hatte und ansonsten im Prinzip wie ich war. Parties mochte sie nicht, ihre beste Freundin hieß fast wie meine zum damaligen Zeitpunkt und ihre Lieblingsfarbe war weinrot.

Im Prinzip waren das alle Infos, die zu diesem Zeitpunkt über Miri existieren. Ich hatte geplant, dass sie den Teufel in Person kennenlernen sollte und ich schätze, dass ich eine klischeebeladene Liebesgeschichte geplant hatte. Trotz nebulösen Umständen, die der vergangenen Zeit, der inzwischen zahlreichen anderen Geschichten und dem kompletten Fehlen von Notizen zuzurechnen sind, denke ich immer mal wieder über Miri nach, und ob ich ihr Projekt wiederbeleben sollte. Vermutlich wird das aber nie passieren; trotzdem ist Miri irgendwie ein Herzenscharakter, der mir immer noch im Kopf rumspukt.

Tag 2: Namensfindung

Für die Namensfindung habe ich keinen festen Prozess. Oft ist der Name noch vor dem Charakter da, ansonsten habe ich meistens eine vage Idee und benutze dann gerne Forebears, um nach Namen zu suchen, die mir gefallen.

Bei How Soon Is Now lief das folgendermaßen ab: Die Geschichte spielt in einem Europa-umfassenden Staat, die Namen sollten also nicht nur aus einem Sprachraum kommen. Ich hab dann also zum einen IMDB durchforstet nach „echten“ Namen und Forebears und daraus die Namen genommen, die mir gefallen haben. Herausgekommen sind dabei die folgenden Vornamen:

Ich habe Namen aus recht vielen Sprachräumen benutzt, weil sie alle aus unterschiedlichen Ecken der Nation kommen sollten. Das ist allerdings der Geschichte geschuldet, in anderen Geschichten sind auch schon mal alle Namen aus dem deutschen Raum.

Im Endeffekt kommen Namen bei mir sehr auf den Kontext der Geschichte an, und dann müssen sie mir gefallen und irgendwie zum Charakter passen.

2 Kommentare

  1. Schön, dass du dabei bist 🙂 Und ich finde es toll, dass du mit Miri einen ganz frühen Charakter entwickelt hast. Solche Erinnerungen sind ganz besonders.
    Deine Geschichte „How soon is now“ mit dem Europa-umfassenden Staat hört sich auch sehr spannend an 🙂 Ich bin gespannt auf deine weiteren Beiträge!

    • Ich bin auch froh, dass ich kaum was gelöscht habe an Dokumenten aus meiner Teenie-Zeit, sodass ich das auch alles noch lesen kann, wenn ich das möchte 🙂

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