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Das war der November

Wir nähern uns mit Riesenschritten dem Jahresende zu und das ist gleichzeitig gruselig und ziemlich spannend. Im November passierte gar nicht so wahnsinnig viel, hauptsächlich weil in der Uni ganz gut angezogen wurde.

NaNoWriMo

Der NaNoWriMo im November ist seit einigen Jahren eine feste Instanz in meiner Jahresplanung. Also habe ich mir auch dieses Jahr vorgenommen, so viel wie möglich zu schreiben. Die 50.000 Wörter hatte ich mir von Anfang an nicht vorgenommen, mir war klar, dass ich dafür nicht genug Zeit haben würde.

Dieses Jahr hatte ich geplant, an zwei Projekten gleichzeitig zu schreiben: Zum einen wollte ich so viel wie möglich an How Soon Is Now schreiben, dass mich nun in den dritten NaNo begleitet hat und inzwischen immerhin 75.000 Wörter lang ist. Das andere habe ich Carmine genannt und ist eine Idee, die mir in der letzten Zeit im Kopf rumspukte und die ich nicht los wurde.

Ich dachte, das Schreiben an zwei Projekten würde die Motivation steigern, aber das hat nicht so richtig geklappt. Insgesamt schrieb ich 12.315 Wörter, davon etwa 11.000 an HSIN. Mein Haupthindernis waren die anstehenden Prüfungen, die doch mehr Zeit in Anspruch nahmen, als gedacht. Und abends hatte ich nach einem ganzen Tag voller Skripte-Schreiben keine Lust, noch mehr zu schreiben.

Roller Derby

Auch im November war ich wieder zweimal unterwegs:

Zuerst beim letzten Spiel der Bembeltown Rollergirls in Frankfurt. Das war ziemlich schick, zum einen NSOte ich zum ersten Mal in der zweiten Bundesliga und zum anderen stiegen die Bembels auf in die erste Liga.

Das zweite Spiel sollte eigentlich der Saisonabschluss für Kassel werden, jedoch sagte das gegnerische Team ab, sodass es am Ende nur ein Spaßspiel wurde. Trotzdem gab es auch hier einen Aufstiegspokal für die Kassler, die nächste Saison in der zweiten Liga spielen. Sehr spannend alles.

Konzerte

Zola JesusEigentlich wäre ich im November auf zwei Konzerte gegangen, wenn alles wie geplant gelaufen wäre: Ich hatte eine Karte für Rise Against, war an dem Tag aber zu krank, um mich nach dem Unterricht noch ins Auto zu setzen.

Dafür war ich aber bald danach wieder gesund genug, um mir Zola Jesus in Frankfurt anzugucken. Darauf war ich super gespannt, Zola Jesus habe ich vor Jahren durch Zufall auf einem Battlestar Galactica Fanmix entdeckt und bin seitdem ziemlich begeistert.

Das Konzert war auch wirklich gut, ich stand ganz vorne in der Mitte und konnte so quasi hautnah erleben, wie Zola Jesus eine spannende Mischung aus Konzert und Performance Art bot. Einzige Beschwerde meinerseits wäre, dass sie Ixode nicht gespielt hat.

Popkultur

Bücher

  • The Bride von Abigail Barnette (es wird viel kommuniziert für einen Erotica-Roman, was ich ganz gut finde)
  • So weich das Herz von Julia Mayer (ganz kurzweilig zu lesen, teilweise etwas philosophisch für mich)
  • Whip It von Shauna Cross (okay, doch eher Teenie-Romanze als cooler Derby-Roman)
  • The Worst Witch von Jill Murphy (ich bin schwer begeistert)
  • The Worst Witch Strikes Again von Jill Murphy (ich bin immer noch begeistert und gut unterhalten)
  • A Bad Spell for the Worst Witch von Jill Murphy (ich brauche diese Reihe unbedingt, um sie ins Regal zu stellen)
  • The Worst Witch all at sea von Jill Murphy (tragischerweise bin ich bald durch mit der Reihe)
  • The Psychology of The Girl With The Dragon Tattoo (sehr, sehr spannend, liest sich für einen Essayband auch sehr gut)

Serien

  • Stranger Things Staffel 2 (ich bin immer noch nicht so wahnsinnig begeistert, aber es war okay)
  • American Horror Story Staffel 7 (ging schon schlechter, ging schon besser)
  • The Worst Witch (2017) Staffel 1 (ich habe mich etwas in die Neuauflage dieser Serie verliebt und deshalb auch angefangen, die Bücher zu lesen; es gibt die wärmste Empfehlung!)
  • Mindhunter Staffel 1 (angenehm ruhig und angenehm anders – die Medienmaedchen haben das hier sehr schön formuliert)
  • Bösterreich Staffel 1 (sehr schräg, teilweise war ich mir nicht sicher, warum ich das eigentlich noch gucke; ob ich es nun lustig fand oder nicht, weiß ich auch nicht wirklich)

Filme

  • Fack ju Göthe 3 (nicht so witzig wie die ersten beiden Teile, aber noch okay)
  • The Babysitter (okay, ich habe schon schlechteren Horror gesehen)
  • Would you rather (solider Thriller)
  • Hurricane Bianca (inzwischen zum dritten Mal gesehen und jedes Mal wieder großartig)

Song des Monats

Sam Smith war noch nie so wirklich auf meinem Radar, ich kannte seine bisherigen Singles und fand die so mittelmäßig okay. Dann hat mir Spotify im November sein neues Album The Thrill of it all empfohlen und ich habe mich etwas in Too Good At Goodbyes verliebt. Der Song wurde dann auch knapp meistgespielter Song im November:

6 Kommentare

    • Anne

      Mir hilft das immer ein wenig dabei, etwas regelmäßiger zu schreiben, weil ich es nicht leiden kann, wenn meine Statistiken so mies aussehen (und ich im Alltag so selten motiviert genug bin zu schreiben) 😀 Aber manche betreiben das ja auch fast schon als Sport und hauen super viele Wörter raus und hängen im Forum ab, das ist auch nicht so mein Ding.

      • Ich find bei sowas Foren immer schwer – ich kann zwar nur den Vergleich zur WeightWatchers-Community ziehen, aber die war schon ziemlich grenzwertig in ihren (Abnehm-)Anschauungen. Und wenn du dann nicht gleich warst, war drecksauhalligalli angesagt.

  1. D.

    Bösterreich ist ja ein lustiger Titel.
    Tja, der liebe NaNoWriMo. Immer wieder Stress pur, vor allem, wenn man es schaffen will, aber noch ein Leben hat – bei den ganzen Vielschreibern frage ich mich, wie es dann mit der Qualität aussieht. Oder ob ich wirklich so miserabel im Finden von Worten bin *g*

    Aber richtig viel gelesen hast du Oo

    • Anne

      Dieses Jahr war mein viertes und ich hab es bisher nur einmal geschafft – aber damals habe ich auch noch Medienwissenschaft studiert und echt nichts zu tun gehabt. Für mich sind 1667 Wörter am Tag aber auch echt viel und ich brauche immer super lange, um die aufs Papier zu bringen.

      Das hab ich mir beim Schreiben auch gedacht 😀 Aber das liegt daran, dass die ganzen Worst Witch Bücher alle super kurz sind und ich jedes davon an maximal drei Abenden durchgelesen hatte.

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