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Kettcar @ Ringlokschuppen Bielefeld

Nach 8 Beiträgen am Stück musste ich gestern den ersten Tag aussetzen. Das lag schlicht an Zeitmangel und keinerlei Vorplanung. Ich schreibe meine Beiträge bisher immer an dem Tag, an dem ich sie auch poste. Und warum ich gestern keine Zeit hatte, davon möchte ich heute berichten: Ich sah kettcar live.

Das Konzert

Ich muss sagen, dass ich kettcar sehr lange ignoriert habe, dabei sind sie eigentlich genau mein Ding. Irgendwann lief dann Rettung im Radio und das fand ich ziemlich schick. Ein paar Songs später war ich voll überzeugt und ich hörte alle paar Wochen mal ein paar Songs. Und dann kam das neue Album, Ich vs. wir, was ziemlich gut ist. Als die dazugehörige Tour angekündigt wurde, kaufte ich mir einfach mal eine Karte – immerhin fand das Konzert in Bielefeld (ziemlich nah) an einem Freitag (keine Arbeit am nächsten Tag) statt.

Einen Tag später kann ich sagen, dass kettcar definitiv zu den Bands gehören, die erst so richtig Sinn ergeben, wenn man sie live gesehen hat. Zumindest ging es mir so.

 

Aber vor kettcar betraten Das Paradies die Bühne, um einige Songs zu spielen. Ihre Setliste folgte einer gewissen Dramaturgie, die zwischen den Songs erläutert wurde. Ich weiß nicht, ob diese Erklärung Sinn für mich gemacht hat, aber auf jeden Fall funktionierte die Songauswahl. Mir gefielen die deutschen Songs so gut, dass ich in der Umbaupause gleich ihre Facebook-Seite abonniert habe.

Zum Einstieg in den Hauptact lief auf großen Videowänden eine Busfahrt ab, bevor die Band die Bühne betrat und mit Trostbrücke Süd den Abend eröffnete.

Etwa 110 Minuten lang spielten kettcar viele Songs vom letzten Album, aber auch einiges an älterem Material. Die erste Zugabe wurde noch ergänzt durch Der Tag wird kommen von Marcus Wiebuschs Solo-Album, was mich sehr freute, schließlich ist der Song großartig.

Am schönsten fand ich an dem Abend aber vielleicht das Publikum, oder zumindest die Menschen, die um mich herum standen. Die besten Konzerte sind nämlich die, bei denen sowohl Musiker als auch Publikum so richtig Spaß an der Sache haben.

Und man konnte merken, dass den Menschen die Songs von kettcar wichtig waren, dass sie ihnen etwas bedeuten. Die Songs wurden laut und emotional mitgesungen und es wurde getanzt.

Insgesamt hatte ich einen wirklich tollen Abend, nach dem ich eine ganz neue Freude an den Songs von kettcar habe (ganz besonders an Benzin und Kartoffelschips übrigens) und zum ersten Mal in meinem Leben in Bielefeld gewesen bin.

(Man verzeihe mir übrigens das dezent unscharfe Bild. Ich dachte, ich hätte so richtig gute Fotos geschossen und habe dann zuhause gesehen, dass sie allesamt verwackelt sind. Das mit dem Fokus muss ich nochmal üben.)

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