Blogparade: Mein Blog und ich

Ich spreche gerne über’s Bloggen. Auf jedem meiner bisherigen Blogs kam irgendwann ein Beitrag, in dem ich aus meiner illustren Vergangenheit in der Bloggerszene berichte. Dieses Mal rief Steffi auf ihrem Blog zur Blogparade Mein Blog und ich auf und stellte Fragen rund ums Bloggen.

1. Wer bist du? Stell dich vor!

Ich bin Anne, ich bin 24 Jahre alt und ich komme aus Nordhessen. Nach einem kleinen Abstecher gen Süden wohne ich da auch wieder. Ich werde sehr bald ein duales Studium im öffentlichen Dienst anfangen und habe in der letzten Zeit in einer Bäckerei gearbeitet.

2. Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich blogge seit ich ungefähr 12 bin. So ganz genau kann ich das nicht mehr nachvollziehen, weil ich irgendwann meinen ersten Blog auf myblog gelöscht hab (was retrospektiv eher uncool war, weil ich jetzt nicht mehr lesen kann, was mich mit 13 beschäftigt hat). Auf jeden Fall aber hatte ich meinen ersten cutenews Blog in 2007, also sprechen wir von beweisbaren 10 Jahren und ein bisschen mehr.

Angefangen habe ich, weil eine damalige Freundin einen Blog hatte und ich dann auch einen haben wollte. Ich habe ziemlich schnell festgestellt, dass ich total Spaß daran habe, zu schreiben, und dafür zu sorgen, dass mein Blog in meinen Augen gut aussieht. Und seitdem bin ich nie wieder davon losgekommen. Allerdings bin ich heute nicht mehr ganz so involviert in Sachen Design.

3. Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?

Teilweise ja, teilweise nein. Ich mache eigentlich kein großes Geheimnis um meinen Blog und hab das eigentlich auch noch nie. Dazu sagen tut eigentlich niemand so richtig was, ich glaube die meisten Leute finden den Blog auch einfach nicht besonders interessant zu lesen.

4. Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

Ich nutze einige Social Media Seiten, allerdings habe ich keine Profile spezifisch für den Blog. Am aktivsten bin ich auf twitter und instagram.

5. Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen?

Ich bin kein super großer Fan der Entwicklung hin zu durchgestylten, gesponserten Blogs. Ich persönlich finde langweilig, wenn sich Blogs wie Magazine lesen und es nur noch Content gibt, der irgendeinen Mehrwert bieten will. Ich lese Blogs weil ich etwas über die Person dahinter erfahren möchte und nicht, um Tipps zu bekommen, die ich auf unzähligen Seiten ganz genauso finden kann.

Ganz besonders fällt mir das auf in Sachen Bloggertipps. In letzter Zeit scheint gefühlt jede_r Artikel darüber zu schreiben, welche Fehler auf dem eigenen Blog um Gotts willen nicht gemacht werden sollen und wie sich der größtmögliche Erfolg in kurzer Zeit einstellt. Die Tipps sind jedes Mal dieselben, minimal anders formuliert und in doppelter Hinsicht nervig: Zum einen weil offenbar viele keine eigenen Ideen haben, um Mehrwert zu schaffen, und zum anderen weil scheinbar jeder Blog mega erfolgreich sein muss, um seine Existenz zu legitimieren.

Ich würde mir wünschen, dass der Trend zur Professionalisierung etwas nachlässt und Blogs wieder persönlicher werden. Ich brauche keinen Mehrwert, ein Monatsrückblick oder ein Text über das Studium unterhält mich bestens, ohne das ich dabei irgendwas nützliches gelernt hätte.

6. Und was magst du an der Bloggerwelt?

Ich mag, dass es Leute gibt, die über Dinge schreiben, die sie bewegen, ohne darauf zu achten, ob richtige Keywords gesetzt wurden oder ein Mehrwert für den Leser geboten werden konnte. Ich mag, so ganz generell, dass das Internet die Möglichkeit gibt, aus dem Leben von völlig Fremden zu lesen und ihre Gedanken zu teilen.

7. Liest du auch außerhalb deines eigenen „Blogbereiches“ oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?

Ich lese schon hauptsächlich Blogs, die meinem sehr ähnlich sind. Sprich ohne großartiges Konzept und eher persönlich. Das liegt aber eher daran, dass ich nicht so viele Blogs lese und sich deswegen schon keine große Themenvielfalt einstellen kann. Grundsätzlich beharre ich aber nicht auf Blogs aus einem Bereich, ich hab nur nicht gerne viel zu lesen jeden Tag und bin deshalb sehr selektiv in meiner Auswahl.

8. Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!

Okay, hier also eine Auswahl an Leuten, deren Blogs ich gerne lese:
Bammy – Christiane – KatieMiriam – Tabea

Das war der Juni

Und wieder ist ein Monat ins Land gegangen. Passiert ist nicht wirklich viel, und das obwohl ich drei von vier Wochen nicht gearbeitet habe und alle Zeit der Welt hatte.

Arbeit

Der Arbeitsmonat startete damit, dass ich mir am 1. Juni erstmal gehörig in den Finger schnitt und nach fast 45 Minuten durchgehendem Bluten dann mal zum Arzt ging. Ich bekam zwei Stiche und eine Krankmeldung in die Hand gedrückt und konnte die nächsten 2 1/2 Wochen zum ersten Mal krank sein und dafür bezahlt werden. Darauf verzichtet hätte ich trotzdem gerne, eine tiefe Schnittwunde im kleinen Finger tut erstaunlich weh und durch das Nähen sieht mein Finger jetzt auf ewig so aus, als würde ein kleines Stück fehlen. 0/10, würde ich nicht empfehlen.

Weiterhin habe ich diesen Monat meine Kündigung eingereicht, weil ab dem 1. August mein duales Studium beim Finanzamt beginnt. Davon habe ich bisher nichts erzählt, aber in Zukunft wird das wohl immer mal wieder Thema auf dem Blog werden.

Theater

Schon lange hatte ich mich darauf gefreut, dass so ein tolles Stück wie Hedwig & The Angry Inch in meine Heimatstadt kommt. Ich kaufte also eine Karte, nahm am Tag dann spontan das VIP-Upgrade und freute mich danach 2 Stunden lang über einfach alles. Die Bühne, die ganze Location, die Darsteller, die Mischung aus übersetztem Text und Original – einfach alles. Ein paar Termine werden noch gespielt und ich kann es wirklich nur empfehlen.

Werq The World

Wer mir auf Twitter folgt, hat mit Sicherheit bemerkt, dass ich wahnsinnig großer Fan von Rupaul’s Drag Race bin (die siebte Staffel gibt es inzwischen übrigens bei Netflix). Man kann sich also meine Freude vorstellen, als ich durch Zufall (aka Bianca del Rios Instagram) darauf aufmerksam wurde, dass einige der Queens im Juni nach Köln kommen würden. Das Ticket war schnell gekauft und

Das ganze fand im Gloria-Theater statt, eine Location, die ich gerne mag. Ich stand zwar relativ weit hinten, dafür zwischen lauter Leuten, die die Zeit ihres Lebens hatten (ich auch). Die Show war ihr Geld wirklich wert, alle Auftritte waren toll anzusehen und einen ganzen Abend von Bianca del Rio angeschrien zu werden ist auch irgendwie unterhaltsam.

Popkultur

Filme

  • Mean Girls (inzwischen vermutlich witziger als damals als Teenie)
  • Legally Blonde (mochte ich damals gar nicht so gerne, jetzt beim Angucken war ich sehr begeistert)

Bücher

  • Created By von Steven Prigge (mittelmäßig informativ)

Serien

  • unREAL Staffel 2 (nicht ganz so stark wie die erste)
  • Gotham Staffel 3 (okay, ich werde die nächste vermutlich trotzdem nicht mehr gucken)
  • Shameless Staffel 7 (das altbekannte Shameless-Prinzip, Frank nervt nach wie vor)
  • Ingobernable Staffel 1 (wurde mir als das mexikanische House of Cards verkauft. Das ist es nicht, aber dennoch ziemlich gute Serie)
  • The Handmaid’s Tale Staffel 1 (neben Elle das Unangenehmste, was ich dieses Jahr gesehen habe)
  • American Gods Staffel 1 (visuell unglaublich gut, verliert sich leider sehr in Nebenschauplätzen)
  • Fortitude Staffeln 1 und 2 (zum Schluss hin fast schon etwas abgedreht, Spaß hatte ich trotzdem, allein wegen Sofie Gråbøl)
  • Veep Staffel 5 (nach wie vor witzig)
  • RuPaul’s Drag Race Staffel 9 (meine erste Staffel, die ich live geguckt habe und auf reddit verfolgen konnte. Und dann machen sie solch merkwürdige Dinge am Ende. Immerhin gab es im Finale drei wahnsinnig gute Lip Syncs)

Song des Monats

Den LastFM Statistiken zufolge war Juni der Monat meiner Lip Sync for your life Playlist. Die besteht im Prinzip nur aus Lady GaGa, RuPaul und so ein paar handverlesenen anderen Dingen, zu denen ich höchstdramatisch in meinem Zimmer performen kann. Und am Meisten hörte ich offenbar Waking up in Vegas von Katy Perry. Nun ja, verbuchen wir das unter guilty pleasure und machen weiter.

In Kürze: Europäische Serien Part I

Europäische Serien sind ja ein bisschen mein Steckenpferd und auf dem alten Blog habe ich eine zeitlang fleißig kurze Rezensionen geschrieben. Weil ich die nicht auf meiner Festplatte verkümmern lassen will und vorhabe, in der Zukunft auch wieder Serien kurz zu rezensieren (zu manchen gibt es einfach nicht genug zu sagen für einen ganzen Beitrag), gibt es hier nun die erste Sammlung an Serienrezensionen:

Hellfjord

InfoPlotTrailer
Genre: Comedy, Krimi
Umfang: 7 Folgen in 1 Staffeln, jeweils ca. 30 Minuten lang
Herkunft: NRK1, Norwegen, 2012
Ansehen: DVD/Amazon Instant Video
Regie: Patrik Syversen
Drehbuch: Zahid Ali, Stig Frode Henriksen, Tommy Wirkola
Darsteller: Zahid Ali, Stig Frode Henriksen, Ingrid Bolsø Berdal, Thomas Hanzon
Der Polizist Salmander wird, nachdem er sein Polizeipferd erschoss, mit einer Tuba erschlug und rückwärts überfuhr, von Oslo in das winzige Örtchen Hellfjord versetzt, um dort die Zeit bis zu seiner Entlassung zu verbringen. Dort trifft er auch einige schräge Charaktere – und einen Mord.
 Warnung für Blut und Gewalt gegen Tiere

Hellfjord tauchte irgendwann mal auf irgendeiner Liste mit Serienempfehlungen aus dem europäischen Raum auf und wegen der Kürze habe ich es eine Zeitlang nach der Arbeit geguckt. Hellfjord fällt auf jeden Fall in die Kategorie „so bescheuert, dass es schon wieder cool ist“.

Der Trailer gibt meiner Meinung ziemlich gut wieder, wie die gesamte Serie gestaltet ist und in welcher Richtung sich der Humor bewegt (immerhin ist Hellfjord primär eine Comedyserie und nur sekundär ein Krimi). Und der Humor ist schon sehr speziell – ich habe mich da erstmal rantasten müssen und fand die Serie erst ab der zweiten oder dritten Folge so richtig witzig. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Grotesken und dem Überzogenen – was für skandinavische Komödien ja nicht ungewöhnlich ist. Für mich hat das auf jeden Fall gut funktioniert, ich muss aber einräumen, dass der Humor für viele vermutlich eher nicht rüberkommen wird.

Ansonsten spreche ich ja gerne über gut gezeichnete Charaktere und durchdachte Storylines, aber beides ergibt sich bei Hellfjord ein bisschen. Das ist zum einen der Kürze geschuldet (die Serie läuft insgesamt ja gerade einmal 3 1/2 Stunden) und zum anderen auch schlicht nicht der Anspruch der Macher gewesen. Stattdessen wird sich auf überzeichnete Stereotypen berufen und eine eher einfach Handlung gestrickt, die dann am Ende der letzten Folge auch ihren Abschluss findet.

Manchmal schießt Hellfjord allerdings ein bisschen übers Ziel hinaus und driftet vom Grotesken ab ins Beleidigende (wie Comedys der Kategorie wie Hellfjord ja oftmals tun). Es hielt sich allerdings in Grenzen und der überwiegende Eindruck blieb positiv.

Hellfjord ist durchaus eine witzige, unterhaltsame Serie, die theoretisch an einem Nachmittag geguckt werden könnte. Sie ist auf jeden Fall empfehlenswert für Fans grotesken, skandinavischen Humors. Mich hat die Serie auf jeden Fall 7 Abende lang wirklich gut unterhalten.

Rejseholdet

InfoPlotTrailer
Genre: Krimi/Drama
Umfang: 32 Folgen in 4 Staffeln, jeweils ca. 58 Minuten lang
Herkunft: DR1, Dänemark
Ansehen: Staffel 1 auf DVD
Regie: Jørn Faurschou, Charlotte Sieling, Martin Schmidt, Ole Christian Madsen
Drehbuch: Peter Thorsboe, Rumle Hammerich, Mai Brostrøm
Darsteller: Mads Mikkelsen, Charlotte Fich, Lars Brygmann, Waage Sandø, Trine Pallesen, Lars Bom
Rejseholdet oder international auch Unit One folgt einer Sondereinheit der dänischen Polizei, die mit einem Container ausgestattet durch das ganze Land reist und Fälle löst.

Um ganz ehrlich zu sein, habe ich Rejseholdet wirklich nur geguckt, weil Mads Mikkelsen da mitspielt und es irgendwie trashig aussah. 32 Folgen später zählte ich die Serie zu einem meiner absoluten Lieblinge aus Dänemark.

Rejseholdet kann nicht mit den großen dänischen Krimiserien der letzten Jahre wie Bron/Broen oder Forbrydelsen mithalten, das wird relativ schnell klar. Die Serie lief in Dänemark zwischen 2000 und 2004 und damals waren die Maßstäbe offenbar doch noch anders in Dänemark.

Rejseholdet ist ein bisschen trashig. Die Serie ist auch kein großes Charakterdrama und hat eine wesentlich höhere Aufklärungsquote als Sarah Lund und Saga Noren zusammen (es wird ind er Regel ein Fall pro Folge gelöst, vereinzelt gibt es Doppelfolgen). Anders wäre das Konzept der reisenden Einheit aber auch obsolet, so ist das Team jede Folge in einer anderen Ecke Dänemarks (besonders spaßig, wenn man rufen kann „Da war ich auch schon!“) und ermittelt eben dort. Auch die Aufklärungen der Fälle sind meistens eher auf standard Krimiserien-Niveau, driften aber auch gelegentlich in den Trash ab (mein liebstes Beispiel: In einer Folge wurde das Opfer mit einem gefrorenen Fisch erschlagen).

Großer Vorteil sind auch die Charaktere, die zwar auch keine super tiefgründigen Musterbeispiele an Komplexität sind, die aber sympathisch und unterhaltsam sind. Gerade Lars Brygmann als Thomas La Cour mochte ich wirklich gerne.

Insgesamt ist Rejseholdet super unterhaltsam und es ist eine absolute Tragödie, dass im deutschsprachige Raum nur die erste und die vierte Staffel veröffentlicht wurden (was absolut keinen Sinn macht, weil die vierte Staffel ohne die Vorgeschichte nur so semi-gut funktioniert).Die Serie ist kurzweilig und bietet genau das richtige Maß an Trash, um witzig aber nicht lächerlich zu sein. Leider gibt es die Serie momentan nur in Teilen auf DVD zu kaufen, was nicht unbedingt die beste Strategie der Distribution ist, aber nun gut.

Ainsi Soient-Ils

  
InfoPlotTrailer
Genre: Drama
Umfang: 24 Folgen in 3 Staffeln, jeweils ca. 45 Minuten lang
Herkunft: Arte-Eigenproduktion aus Frankreich
Ansehen: Amazon Instant Video, Maxdome
Regie: Rudolphe Tissot, Elizabeth Marre, Olivier Pont
Drehbuch: David Elkaïm, Vincent Poymiro, Bruno Nahon
Darsteller: Thierry Gimenez, Julien Bouanich, Samuel Jouy, Clément Manuel, Jean-Luc Bideau, Céline Cuignet
Die Handlung ist in den Grundzügen schnell erzählt: Die Serie folgt den Kapuzineranwärtern Yann, Raphael, Emmanuel, Guillaume und José dabei, wie sie sich zuerst durch das Studium navigieren und später dann im echten Leben beweisen müssen.

Ich weiß gar nicht mehr so genau, warum, wieso und weshalb ich Ainsi Soient-Ils geguckt habe. Vermutlich einfach, weil es Donnerstags auf arte lief – ein Sendeplatz, dem ich inzwischen tiefstes Vertrauen entgegen bringe und der mich bisher selten enttäuscht hat.

Für mich persönlich war Ainsi (wie ich die Serie aus Ablehnung des nicht ganz so schicken deutschen Titels und Faulheit, ständig den französischen Titel zu tippen genannt habe) eine der Serien, die mich von Anfang an total überzeugten: Ich mochte die Charaktere von der ersten Folge an und fand es spannend, ihnen zu folgen. Und gerade die ersten beiden Staffeln konzentrieren sich sehr auf die Kerncharaktere der Kapuziner, da ist es schon von Vorteil, dass die sympathisch und interessant geraten sind.

Meine Lieblingsstaffel war aber die dritte (und vermutlich letzte). Denn nach der zweiten Staffel beendigen die Kapuziner ihr Studium und werden in der dritten Staffel in Gemeinden eingeteilt und müssen sich dort nun als Priester beweisen. Daneben gibt es noch eine Storyline, die größtenteils im Vatikan spielt, der ich zeitweise zwar nicht gänzlich folgen konnte, die aber trotzdem auch spannend war.

Und weil ich jetzt so viel Positives gesagt habe, zum Schluss noch ein bisschen Kritik: Die Serie hat, wie so viele andere Serien auch, hauptsächlich männliche Charaktere. Natürlich ist das auch ein bisschen der Thematik geschuldet, allerdings gab es durchaus ja weibliche Charaktere – die meisten blieben nur sehr Rande und spielten kaum eine Rolle.

Insgesamt ist Ainsi aber eine meiner absoluten Lieblingsserien, die nicht aus den USA oder UK kommen. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, der Serie eine Chance zu geben, wenn man eher ruhige Charakterdramen mag (denn besonders actionreich ist Ainsi nicht).

Song der Woche: Dear Evan Hansen – Good For You

Jedes Jahr fällt mir beim Durchgehen der Tony Awards Gewinner auf, dass ich wirklich schlecht darin bin, up-to-date zu bleiben mit den ganzen neuen Musicals, die jedes Jahr ihren Weg zum Broadway finden. Manchmal höre ich mich dann durch eins, oder zwei, und oft finde ich die dann auch ganz gut und nehme mir für das nächste Jahr vor, mich früher einzuhören. Rinse, repeat.

Dieses Jahr hatte ich wieder keine Ahnung, was alles nominiert war und bekam die Awards auch nur am Rande auf Twitter mit. Auffallend war die einstimmige Liebe für Dear Evan Hansen, ein Musical des Duos Pasek & Paul, die sich bei näherer Recherche gestern als das Duo hinter einigen der Songs aus dem fiktionalen Musical Hit List aus der Serie Smash herausstellten. Das war Grund genug für mich, mal reinzuhören.

Das letzte Mal, dass mich ein Musical beim ersten Mal Hören so berührt und mir so gut gefallen hat, war, als ich das erste Mal Bare hörte. Ich mag wirklich jeden Song, sowohl musikalisch als auch lyrisch und hatte wirklich das Gefühl, dass Pasek & Paul alles, was ich an Musik liebe, aus meinem Kopf geholt und in der Musik zu Dear Evan Hansen verarbeitet haben. Auch der Plot liest sich super und ich hoffe jetzt wirklich, dass es in den nächsten Jahren mal eine Produktion in der Nähe geben wird.

Stellvertretend für das ganze Cast-Album habe ich mir als Song der Woche Good For You ausgesucht, aber eigentlich ist das ganze Cast Album meine Musik der Woche.

Song der Woche: Rise Against – Far From Perfect

Ich bezeichne Rise Against gerne als das einzig gute Überbleibsel aus meinem halben Jahr WG-Leben. Beide meiner ehemaligen Mitbewohner waren große Rise Against Fans und ich wurde mehr als einmal einen ganzen Nachmittag lang mit einem belieben Song von Endgame beschallt. Am Ende des Tages wurde der Ärger darüber dann aber von dem Fakt überschattet, dass Rise Against gute Musik machen, die total mein Fall ist.

Seit dem 9. Juni ist jetzt das neueste Album namens Wolves draußen. Ich war sehr gespannt, nachdem ich The Black Market zwar ganz okay fand, aber auch immer wieder vergesse, dass 3/4 der Songs überhaupt existieren. Ich habe meinen Freitag dann also damit verbracht, das Album am Stück durchzuhören und meine Gedanken dazu auf Twitter zu teilen und das kurze Fazit ist: Jap, sehr gute Mischung aus dem Rise Against Sound, den ich mag, und guten Lyrics mit Botschaft.

Als spontan am eingängigsten zeigte sich dabei Far From Perfect, das einen großartigen Mitschrei-Refrain hat und sich gut in die Riege all meiner Lieblingssongs von Rise Against einreiht. Deshalb habe ich Far From Perfect repräsentativ für das ganze Album zu meinem Song der Woche erkoren, wobei ich das komplette Album aber auch allen ans Herz legen möchte.

 

Das war der Mai

Wir haben ein paar Monate übersprungen (aus einer Vielzahl von Gründen, aber hauptsächlich hatte ich recht wenig Lust zu bloggen), aber die Monatsrückblicke sind zurück!

Arbeit & Uni

Momentan passiert an dieser Front nicht wahnsinnig viel, da hier ab August große Veränderungen anstehen. Ich arbeite also ein bisschen vor mich hin, sammle Überstunden und habe für Juni meinen ersten, bezahlten Urlaub beantragt.

Schreiben

Nachdem ich im April im Zuge des Camps NaNoWriMo etwas über 10.000 Wörter für How Soon Is Now schrieb, brach das in alter Tradition im Mai wieder ein. Ich schrieb insgesamt etwa 1500 Wörter. Dafür plottete ich den Rest der Geschichte endlich mal im Detail.

Konzerte

Zweimal war ich diesen Monat unterwegs:

Marianas TrenchZuerst stand am 22. Mai der Nachholtermin von Marianas Trench an, die im Oktober ihr Konzert wegen Krankheit absagen mussten. Ich war mir relativ sicher, dass das gut werden würde, und das wurde es dann auch. Das Gebäude 9 war eine angenehm kleine Location, das Publikum hatte Bock und Marianas Trench haben eine ziemlich gute Setlist gespielt. Auf jeden Fall eines der besseren Konzerte, auf denen ich bisher so gewesen bin.

Nur ein paar Tage später, am 26. Mai, trat Todrick Hall im Gloria Theater in Köln auf. Auch hier hatte ich recht große Erwartungen, weil ich zum einen großer Fan von Straight Outta Oz bin und zum anderen Menschen vergangene Performances des ganzen auf Youtube eingestellt haben und es wirklich vielversprechend aussah. Und ich wurde nicht enttäuscht: Die Show ist fast schon eher als Musical zu sehen, immerhin wird im Laufe der zwei Stunden eine Geschichte durch die Musik erzählt. Es gibt Kostüme und Choreographie und eine Pause zwischen den zwei Akten.

Es gibt wenige Konzerte, nach denen ich rausgehe und mir denke „Das hat dich verändert.“ Dieses Mal war das so. Straight Outta Oz ist persönlich und politisch zugleich und man merkte das auch im Publikum. Alle um mich waren offenkundig sehr bewegt von dem, was auf der Bühne passierte, mich nicht ausgenommen. Insgesamt eins der wirklich besten Konzerte, auf denen ich bisher gewesen bin.

Popkultur

Filme

  • The 10 Year Plan (erstaunlich unterhaltsam, auf eine dramatic-low-budget Art)
  • Now You See Me 2 (etwas besser als der Vorgänger)
  • Pitch Perfect 2 (lächerliche deutsche Akzente, ansonsten aber ähnlich unterhaltsam wie der erste)
  • Asterix & Obelix: Mission Kleopatra (nach langer Zeit mal wieder gesehen und immer noch lächerlich witzig)
  • Lost River (ästhetisch toll, der Plot war okay)

Serien

Im Mai gingen folgende Staffeln für mich zu Ende, nicht alle davon habe ich komplett im Mai gesehen:

  • Bedrag Staffel 2 (endlich beendet, zeitweise interessanter als die erste Staffel)
  • unREAL Staffel 1 (zufällig auf Amazon entdeckt und für sehr gut befunden)
  • Shameless Staffeln 4, 5, 6 (alternativ: Das lange Warten darauf, dass Frank Gallagher endlich aus der Serie geschrieben wird)
  • Once Upon A Time Staffel 6 (es wird meine letzte Staffel mit dieser Serie gewesen sein)
  • Arrested Development Staffeln 3, 4 (großartige Serie, die vierte Staffel hatte strukturelle Schwächen, war aber trotzdessen noch angemessen witzig)
  • Sense8 Staffel 2 (nachdem ich wieder reingekommen bin, war die Staffel dann zu schnell vorbei und endete mit einem Cliffhanger, der tragischerweise  niemals aufgelöst werden wird)
  • Supergirl Staffel 2 (in Ordnung, die Staffel hatte starke Momente und verlor mich in anderen)

Bücher

  • Killers of the Dawn von Darren Shan (furchtbares Ende, über das ich in einem Zug gleichzeitig traurig und wütend wurde)
  • Dead as a Doornail von Charlaine Harris (unterhaltsam, ohne dass viel darüber nachgedacht werden müsste)

 Song des Monats

Ich war mir ziemlich sicher, dass ich irgendeinen Song aus dem neuen Album von Elif am meisten gehört hätte, aber nein – Top Song des Monats Mai ist Sissy That Walk von RuPaul:

#LoveWritingChallenge: Themen

Und schon ist die dritte Woche der #LoveWritingChallenge um und wieder mal habe ich mich dafür entschieden, alle Wochenthemen in einem Beitrag zusammenzufassen. Und genau darum geht es dieses Mal auch, um Themen.

Liebe

Wenn ich mir mein Geschriebenes aus meinen Teenie-Jahren so angucke, war Liebe das einzige Thema, über das ich geschrieben habe. Romantische, heteronormative Liebesgeschichten waren mein Ding, voll mit Klischees und Tropes, die im Prinzip überall zu finden sind. Vieles davon finde ich heute bestenfalls cringeworthy.

Heute ist Liebe immer noch ein wichtiger Aspekt in den Geschichten, die ich mir ausdenke, aber sie muss nicht immer romantisch, nicht immer zwischen cis-Mann und cis-Frau und vor allem nicht das Hauptaugenmerk der Geschichte sein. Ich schreibe inzwischen lieber slow burn Beziehungen, die die meiste Zeit nicht romantisch sind und sich erst langsam in diese Richtung entwickeln, statt Beziehungen, die sofort romantischer Natur sind, und binde die in einen Plot ein, der nichts mit Beziehungen zu tun hat.

Freundschaft

Freundschaft ist spannend. Früher empfand ich das überhaupt nicht so und meine Protagonisten waren immer ziemlich freundschaftslos (außer ich brauchte mal eine Freundin als plot device). Während ich älter wurde, veränderte sich das immer mehr und inzwischen lese ich auch sehr gerne Geschichten, in denen Freundschaft eine zentrale Rolle spielt.

Bei meinen eigenen Geschichten ist es inzwischen so, dass meine Protagonisten oft in sehr feste Freundschaftsnetze eingebunden sind. Sie sind nicht immer groß, aber die bestehen aus Menschen, die sich gegenseitig respektieren und vertrauen.

Familie

Beim Nachdenken über diesen Post fiel mir auf, dass ich relativ viel über Menschen schreibe, die ihre leiblichen Familien gegen selbstgewählte Familien tauschen. Das ist insofern bemerkenswert, als das es bei mir persönlich nicht das Bedürfnis gibt, meine unmittelbare Familie hinter mir zu lassen.

Familie ist in meinen Geschichten also eng verbunden mit Freundschaft als Thema, weil beides oft gleichgesetzt ist.

Tod und Verlust

Story Time: Ich habe ein Geschichtenkonzept, das stark auf Victor Hugos Les Misérables aufbaut und bekanntermaßen sterben da ja beinahe alle Charaktere. Beim Übertragen der Ereignisse aus dem Buch in die Geschichte, die ich mir ausgedacht hatte, musste ich lange darüber nachdenken, ob ich wirklich auch fast alle Charaktere töten möchte (und bisher bin ich da immer noch nicht wirklich sicher).

Ich scheue mich ein wenig, über Tod zu schreiben. Auch in How Soon, in der es naheliegen würde, dass jemand stirbt, habe ich mich dagegen entschieden, mehr Charaktere als absolut notwendig sterben zu lassen. Ich glaube das liegt daran, dass ich meine Charaktere zu gerne habe, um sie entweder umzubringen oder ihnen Verlust anzutun.

Mut und Angst

Ich schreibe gerne Geschichten in dystopischen Umgebungen, da liegt es nahe, dass Mut und Angst eine zentrale Rolle spielen. Der Mut, sich gegen eine Regierung zu wenden, die Angst, daran zu scheitern, zum Beispiel. Auch zwischenmenschlich ist Angst omnipräsent, als Angst vor Verlust beispielsweise.

Meine 7 liebsten ESC-Beiträge

Ich bin bekennender ESC-Fan. Der Wettbewerb ist jedes Jahr eins meiner absoluten Fernsehhighlights und muss geguckt werden. Zwischen all den generischen Songs, die ich am nächsten Tag wieder vergessen habe und den legendär abgedrehten Performances sind manchmal auch Leute dabei, deren Musik ich wirklich gut finde und die ihren Weg in meinen musikalischen Alltag finden. Und um die 7 Künstler, die das geschafft haben, soll es im Folgenden gehen.

Tom Dice – Me & My Guitar

2010 | Belgien | 6ter Platz

Tom Dice war der erste Künstler, der mich beim ESC so beeindruckte, dass ich hinterher die Musik rauf und runter hörte und es auch immer noch tue (Murderer ist immer noch einer meiner absoluten Jams). Dabei kommt der Song und auch die Performance ohne jeglichen SchnickSchnack aus (etwas, was mich immer noch am nachhaltigsten beeindruckt, wie diese Liste noch zeigen wird).

Inzwischen hat Tom Dice zwei weitere Alben veröffentlicht (wovon ich eins erst gerade auf Spotify entdeckt habe. Tom Dices Facebook Präsenz hat mich hängen lassen), die beide ebenfalls ziemlich gut geworden sind.

Marija Šerifović – Molitva

2007 | Serbien | 1ter Platz

Ich erinnere mich noch ziemlich gut, wie ich mit 13 vor dem Fernseher saß und völlig fasziniert von der Performance und dem Song war. Die nächsten Tage hörte ich absolut nichts anderes als Molitva und phasenweise mache ich das immer noch. Es ist bisher auch immer noch der meine Meinung nach der beste Song, der jemals beim ESC antrat (was ein relativ leeres Statement ist, weil ich nicht mal annähernd alle Songs kenne. Aber Molitva legt die Latte wirklich sehr hoch).

Wie schon bei Tom Dice, ist auch hier die Performance eher simpel. Es sind zwar ein paar mehr Personen auf der Bühne, die Choreographie macht aber im Prinzip nichts, als die äußerste Dramatik des Songs zu unterstreichen (gekonnt, ich bekomme immer noch Gänsehaut).

Ich muss gestehen, dass ich mich erst beim Schreiben dieses Beitrags mit Marijas weiterer Musik beschäftigt habe und bisher nur Molitva kannte.

Nina Zilli – L’Amore È Femmina

2012 | Italien | 9ter Platz

Als ich für diesen Beitrag Infos zusammengesucht habe, habe ich gelesen, dass ursprünglich der Song Per Sempre als Wettbewerbsbeitrag angedacht war. Ich bin schon etwas froh, dass das noch geändert wurde. Nicht, dass Per Sempre ein schlechter Song wäre, ich hätte nur vermutlich niemals in den Rest von Nina Zillis Musik rein gehört.

L’Amore È Femmina war damals sofort ein totaler Ohrwurm und ist es nach 5 Jahren auch immer noch. Inzwischen hat Nina Zilli ein weiteres Album rausgebracht, dass ich mir dank Spotify jetzt auch endlich anhören kann.

The Ark – The Worrying Kind

2007 | Schweden | 18ter Platz

The Ark waren so eine Band, die ich beim Gucken super fand, und dann irgendwie vergessen habe, bis Tell me this night is over irgendwann auf einem Fanmix auftauchte. Inzwischen haben sich The Ark zu einem absoluten Favoriten gemausert und ich bin immer noch etwas bitter, dass sie in 2007 nicht weiter vorne landeten.

Immerhin kann ich jetzt dank Spotify mich durch alle Alben hören und mich daran erfreuen, wie viel extrem gute Songs The Ark aufgenommen haben, bevor sie sich vor ein paar Jahren getrennt haben.

The Common Linnets

2014 | Niederlande | 2ter Platz

Über The Common Linnets haben wir damals beim Gucken etwas gestritten, weil alle anderen Calm after the storm eher lahm fanden, während ich vom ersten Moment an totaler Fan war. Der Song hat so ziemlich alles, was ich mag: Leise Dramatik, durchgehender Harmoniegesang und eine grundlegende Stimmung, zu der man sich gerne in den Regen stellen würde.

Das dazugehörige Album war vor drei Jahren auch ein ziemliches Highlight für mich, das zweite habe ich offenbar schon wieder verpasst (ich bin wirklich nicht gut darin, den Überblick über neue Veröffentlichungen zu behalten).

Soluna Samay – Should’ve Known Better

2012 | Dänemark | 23ter Platz

Soluna Samay ist der eine Sonderfall dieser Liste, bei der ich den ESC-Song inzwischen gar nicht mehr so bemerkenswert finde. Vor 5 Jahren fand ich den aber wahnsinnig cool und mochte auch die Performance mit lauter coolen, enthusiastisch wippenden Kids ziemlich beeindruckend. Solunas Debütalbum mag ich aber auch jetzt noch ganz gerne.

Spannend finde ich, dass die deutsche Wikipedia-Seite sagt, Soluna Samay hätte nur ihr Debütalbum veröffentlicht. Inzwischen hat sie ganze drei Alben veröffentlicht, von denen ich nur zwei kenne. Ihr letztes Album ist in Deutschland nicht aufzutreiben.

Emma – La Mia Città

2014 | Italien | 21ter Platz

Während ich bei Soluna Samay verstehen kann, warum sie nicht ganz vorne mitgespielt hat, hätte ich Emma durchaus ein paar mehr Punkte zugetraut. Der Song ist ein gutes Pop-Rock Ding, was ich damals ziemlich schmissig fand. Vielleicht war 2014 aber auch einfach das Jahr der Balladen (immerhin gewann Conchita Wursts Rise like a phoenix, während The Common Linnets auf dem zweiten Platz landeten).

Das ist vielleicht auch der Zeitpunkt um anzumerken, dass Italien in den letzten Jahren statistisch die meisten Favoriten von mir geschickt hat. Neben Nina Zilli und Emma fand ich auch den diesjährigen Kandidaten Francesco Gabbani ganz großartig.

#LoveWritingChallenge: Inspiration

Die zweite Woche der #LoveWritingChallenge steht ganz im Zeichen der Inspiration. Ich habe mich dazu entschieden, nur einen Beitrag zu allen Tagen zu schreiben. Diese Woche geht es also nur darum, was von den vorgegebenen Themen mich inspiriert.

In Kreative Stimmung kommen

Ich bin notorische Spätschreiberin. Ich schreibe am besten und am Meisten nach 22 Uhr. Eigentlich ist das eher dämlich, weil ich immer um Mitternacht ins Bett gehe und gerade zu NaNoWriMo-Zeiten es oft knapp wird, in der Zeit das tägliche Ziel zu erreichen.

Viel mehr braucht es im Prinzip nicht. Mir reicht die Uhrzeit völlig aus, um kreativ zu werden.

Bilder

Ich bin in Sachen Schreiben ein ziemlich visueller Mensch. Einer der ersten Schritte bei jeder Geschichte ist es, meine Charaktere zu benennen und ihnen Gesichter zu geben. Ich sammle aber auch gerne andere Bilder als Inspiration. Ich bin momentan in der Hinsicht etwas konzeptlos, weil ich das bisher meist auf tumblr gemacht habe, die Seite aber schon seit längerer Zeit nicht mehr benutze (den Inspirationsblog für How Soon Is Now gibt es aber immer noch hier). Ich bin vor kurzem auf Mac umgestiegen um festzustellen, dass in der Mac-Version von Scrivener Moodboards angelegt werden können. Gemacht habe ich das bisher nur noch nicht.

Serien und Filme helfen mir nur sehr bedingt, zumindest in visueller Hinsicht. Die Grundidee zu vielen meiner Geschichten ist die Frage, wie es wäre, wenn etwas verändert wäre in Serien oder Filmen, die ich so sehe.

Musik

Musik ist für meinen Prozess ziemlich wichtig. Ich denke mir sehr gerne Musikvideos oder Musicalszenen zu Songs aus und oft benutze ich die dann für Projekte. Meine Outlines sind deshalb oft völlig unverständlich, weil sie nur aus Songtiteln bestehen, so wie diese inzwischen nicht mehr ganz aktuelle Outline zu HSIN:

Zum Beispiel Pa Pa Power: Das ist ein Song von Dead Man’s Bones, der inhaltlich nichts damit zu tun hat, was in dieser Szene passieren soll (u.a. eine Gerichtsverhandlung). Irgendwann beim Hören habe ich mir jedoch vorgestellt, wie eben diese Szene zu der Musik ablaufen würde und inzwischen sind beide auf ewig assoziiert in meinem Kopf.

Musik ist weiterhin wichtig, weil ich beim Schreiben sehr gerne Musik höre. Ich mache dafür Playlisten mit Musik, die mich in irgendeiner Weise an das jeweilige Projekt erinnert. Meine Playliste für HSIN ist zum Beispiel folgende:

Andere Inspiration

Natürlich gibt es hin und wieder ein Zitat, was ich super passend finde, oder ich lese einen Satz in einem Buch, der mir gut gefällt. Das passiert allerdings eher selten und inspiriert mich nicht in dem Maße, wie Bilder und Musik es tun. Auch aus meinem Alltag nehme ich recht wenig mit in die Geschichten, mit Ausnahme von Marotten von Menschen, die ich kenne. Die schaffen es manchmal in Geschichten.

#LoveWritingChallenge – Tag 1 & 2

Der April stand dieses Jahr, wie auch schon in den letzten zwei Jahren, ganz im Zeichen des Camp NaNoWriMo, der kleine Bruder des großen NaNoWriMo. Ich schrieb, wie auch schon die letzten paar Mal, an meinem Projekt How Soon Is Now, das inzwischen ganz ordentliche 56.000 Wörter zählt. Ganz gelegen kommt mir da die Challenge, die Katie auf ihrem Autorenblog ins Leben gerufen hat: Bei der #LoveWritingChallenge geht es darum, jeden Tag über das Schreiben zu schreiben. Und weil ich mich nicht kurz genug fassen kann für Instagram, gibt es meine Beiträge eben hier auf dem Blog.

Tag 1: Weiblicher Charakter

Es ist tatsächlich ein Phänomen, dass die meisten Charaktere, die ich mir so ausdenke, weiblich sind. Woran das jetzt nun genau liegen mag, ist eine Frage für einen anderen Tag. Ich hab deshalb etwas überlegen müssen, über wen genau ich an dieser Stelle schreiben will. Im Endeffekt habe ich darüber nachgedacht, wer eigentlich der erste Charakter war, den ich weiter als einen puren Namen entwickelt habe, und das war eine junge Frau namens Miri.

Miri hatte irgendwann auch mal einen Nachnamen, an den erinnere ich mich nur leider nicht mehr und in den 5.000 Wörtern, die ich über sie geschrieben habe, taucht er nicht auf. Als ich Miri und ihre Geschichte, die starke Ähnlichkeiten zum Film Bedazzled hatte, konzipierte, war ich 15 Jahre alt und es war damals mit Abstand das längste an Fiktion, was ich bis dato geschrieben hatte.

Ich weiß nicht mehr viel über Miri, auch, weil ich schon mit 15 so schrieb wie heute: Name, ein Skelett an Backstory und ein paar Details stehen, der Rest entwickelt sich während des Schreibens. Was ich weiß ist, dass Miri in ihren 20ern war, sich gerade getrennt hatte und ansonsten im Prinzip wie ich war. Parties mochte sie nicht, ihre beste Freundin hieß fast wie meine zum damaligen Zeitpunkt und ihre Lieblingsfarbe war weinrot.

Im Prinzip waren das alle Infos, die zu diesem Zeitpunkt über Miri existieren. Ich hatte geplant, dass sie den Teufel in Person kennenlernen sollte und ich schätze, dass ich eine klischeebeladene Liebesgeschichte geplant hatte. Trotz nebulösen Umständen, die der vergangenen Zeit, der inzwischen zahlreichen anderen Geschichten und dem kompletten Fehlen von Notizen zuzurechnen sind, denke ich immer mal wieder über Miri nach, und ob ich ihr Projekt wiederbeleben sollte. Vermutlich wird das aber nie passieren; trotzdem ist Miri irgendwie ein Herzenscharakter, der mir immer noch im Kopf rumspukt.

Tag 2: Namensfindung

Für die Namensfindung habe ich keinen festen Prozess. Oft ist der Name noch vor dem Charakter da, ansonsten habe ich meistens eine vage Idee und benutze dann gerne Forebears, um nach Namen zu suchen, die mir gefallen.

Bei How Soon Is Now lief das folgendermaßen ab: Die Geschichte spielt in einem Europa-umfassenden Staat, die Namen sollten also nicht nur aus einem Sprachraum kommen. Ich hab dann also zum einen IMDB durchforstet nach „echten“ Namen und Forebears und daraus die Namen genommen, die mir gefallen haben. Herausgekommen sind dabei die folgenden Vornamen:

Ich habe Namen aus recht vielen Sprachräumen benutzt, weil sie alle aus unterschiedlichen Ecken der Nation kommen sollten. Das ist allerdings der Geschichte geschuldet, in anderen Geschichten sind auch schon mal alle Namen aus dem deutschen Raum.

Im Endeffekt kommen Namen bei mir sehr auf den Kontext der Geschichte an, und dann müssen sie mir gefallen und irgendwie zum Charakter passen.