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Das war der Mai

Wir haben ein paar Monate übersprungen (aus einer Vielzahl von Gründen, aber hauptsächlich hatte ich recht wenig Lust zu bloggen), aber die Monatsrückblicke sind zurück!

Arbeit & Uni

Momentan passiert an dieser Front nicht wahnsinnig viel, da hier ab August große Veränderungen anstehen. Ich arbeite also ein bisschen vor mich hin, sammle Überstunden und habe für Juni meinen ersten, bezahlten Urlaub beantragt.

Schreiben

Nachdem ich im April im Zuge des Camps NaNoWriMo etwas über 10.000 Wörter für How Soon Is Now schrieb, brach das in alter Tradition im Mai wieder ein. Ich schrieb insgesamt etwa 1500 Wörter. Dafür plottete ich den Rest der Geschichte endlich mal im Detail.

Konzerte

Zweimal war ich diesen Monat unterwegs:

Marianas TrenchZuerst stand am 22. Mai der Nachholtermin von Marianas Trench an, die im Oktober ihr Konzert wegen Krankheit absagen mussten. Ich war mir relativ sicher, dass das gut werden würde, und das wurde es dann auch. Das Gebäude 9 war eine angenehm kleine Location, das Publikum hatte Bock und Marianas Trench haben eine ziemlich gute Setlist gespielt. Auf jeden Fall eines der besseren Konzerte, auf denen ich bisher so gewesen bin.

Nur ein paar Tage später, am 26. Mai, trat Todrick Hall im Gloria Theater in Köln auf. Auch hier hatte ich recht große Erwartungen, weil ich zum einen großer Fan von Straight Outta Oz bin und zum anderen Menschen vergangene Performances des ganzen auf Youtube eingestellt haben und es wirklich vielversprechend aussah. Und ich wurde nicht enttäuscht: Die Show ist fast schon eher als Musical zu sehen, immerhin wird im Laufe der zwei Stunden eine Geschichte durch die Musik erzählt. Es gibt Kostüme und Choreographie und eine Pause zwischen den zwei Akten.

Es gibt wenige Konzerte, nach denen ich rausgehe und mir denke „Das hat dich verändert.“ Dieses Mal war das so. Straight Outta Oz ist persönlich und politisch zugleich und man merkte das auch im Publikum. Alle um mich waren offenkundig sehr bewegt von dem, was auf der Bühne passierte, mich nicht ausgenommen. Insgesamt eins der wirklich besten Konzerte, auf denen ich bisher gewesen bin.

Popkultur

Filme

  • The 10 Year Plan (erstaunlich unterhaltsam, auf eine dramatic-low-budget Art)
  • Now You See Me 2 (etwas besser als der Vorgänger)
  • Pitch Perfect 2 (lächerliche deutsche Akzente, ansonsten aber ähnlich unterhaltsam wie der erste)
  • Asterix & Obelix: Mission Kleopatra (nach langer Zeit mal wieder gesehen und immer noch lächerlich witzig)
  • Lost River (ästhetisch toll, der Plot war okay)

Serien

Im Mai gingen folgende Staffeln für mich zu Ende, nicht alle davon habe ich komplett im Mai gesehen:

  • Bedrag Staffel 2 (endlich beendet, zeitweise interessanter als die erste Staffel)
  • unREAL Staffel 1 (zufällig auf Amazon entdeckt und für sehr gut befunden)
  • Shameless Staffeln 4, 5, 6 (alternativ: Das lange Warten darauf, dass Frank Gallagher endlich aus der Serie geschrieben wird)
  • Once Upon A Time Staffel 6 (es wird meine letzte Staffel mit dieser Serie gewesen sein)
  • Arrested Development Staffeln 3, 4 (großartige Serie, die vierte Staffel hatte strukturelle Schwächen, war aber trotzdessen noch angemessen witzig)
  • Sense8 Staffel 2 (nachdem ich wieder reingekommen bin, war die Staffel dann zu schnell vorbei und endete mit einem Cliffhanger, der tragischerweise  niemals aufgelöst werden wird)
  • Supergirl Staffel 2 (in Ordnung, die Staffel hatte starke Momente und verlor mich in anderen)

Bücher

  • Killers of the Dawn von Darren Shan (furchtbares Ende, über das ich in einem Zug gleichzeitig traurig und wütend wurde)
  • Dead as a Doornail von Charlaine Harris (unterhaltsam, ohne dass viel darüber nachgedacht werden müsste)

 Song des Monats

Ich war mir ziemlich sicher, dass ich irgendeinen Song aus dem neuen Album von Elif am meisten gehört hätte, aber nein – Top Song des Monats Mai ist Sissy That Walk von RuPaul:

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#LoveWritingChallenge: Themen

Und schon ist die dritte Woche der #LoveWritingChallenge um und wieder mal habe ich mich dafür entschieden, alle Wochenthemen in einem Beitrag zusammenzufassen. Und genau darum geht es dieses Mal auch, um Themen.

Liebe

Wenn ich mir mein Geschriebenes aus meinen Teenie-Jahren so angucke, war Liebe das einzige Thema, über das ich geschrieben habe. Romantische, heteronormative Liebesgeschichten waren mein Ding, voll mit Klischees und Tropes, die im Prinzip überall zu finden sind. Vieles davon finde ich heute bestenfalls cringeworthy.

Heute ist Liebe immer noch ein wichtiger Aspekt in den Geschichten, die ich mir ausdenke, aber sie muss nicht immer romantisch, nicht immer zwischen cis-Mann und cis-Frau und vor allem nicht das Hauptaugenmerk der Geschichte sein. Ich schreibe inzwischen lieber slow burn Beziehungen, die die meiste Zeit nicht romantisch sind und sich erst langsam in diese Richtung entwickeln, statt Beziehungen, die sofort romantischer Natur sind, und binde die in einen Plot ein, der nichts mit Beziehungen zu tun hat.

Freundschaft

Freundschaft ist spannend. Früher empfand ich das überhaupt nicht so und meine Protagonisten waren immer ziemlich freundschaftslos (außer ich brauchte mal eine Freundin als plot device). Während ich älter wurde, veränderte sich das immer mehr und inzwischen lese ich auch sehr gerne Geschichten, in denen Freundschaft eine zentrale Rolle spielt.

Bei meinen eigenen Geschichten ist es inzwischen so, dass meine Protagonisten oft in sehr feste Freundschaftsnetze eingebunden sind. Sie sind nicht immer groß, aber die bestehen aus Menschen, die sich gegenseitig respektieren und vertrauen.

Familie

Beim Nachdenken über diesen Post fiel mir auf, dass ich relativ viel über Menschen schreibe, die ihre leiblichen Familien gegen selbstgewählte Familien tauschen. Das ist insofern bemerkenswert, als das es bei mir persönlich nicht das Bedürfnis gibt, meine unmittelbare Familie hinter mir zu lassen.

Familie ist in meinen Geschichten also eng verbunden mit Freundschaft als Thema, weil beides oft gleichgesetzt ist.

Tod und Verlust

Story Time: Ich habe ein Geschichtenkonzept, das stark auf Victor Hugos Les Misérables aufbaut und bekanntermaßen sterben da ja beinahe alle Charaktere. Beim Übertragen der Ereignisse aus dem Buch in die Geschichte, die ich mir ausgedacht hatte, musste ich lange darüber nachdenken, ob ich wirklich auch fast alle Charaktere töten möchte (und bisher bin ich da immer noch nicht wirklich sicher).

Ich scheue mich ein wenig, über Tod zu schreiben. Auch in How Soon, in der es naheliegen würde, dass jemand stirbt, habe ich mich dagegen entschieden, mehr Charaktere als absolut notwendig sterben zu lassen. Ich glaube das liegt daran, dass ich meine Charaktere zu gerne habe, um sie entweder umzubringen oder ihnen Verlust anzutun.

Mut und Angst

Ich schreibe gerne Geschichten in dystopischen Umgebungen, da liegt es nahe, dass Mut und Angst eine zentrale Rolle spielen. Der Mut, sich gegen eine Regierung zu wenden, die Angst, daran zu scheitern, zum Beispiel. Auch zwischenmenschlich ist Angst omnipräsent, als Angst vor Verlust beispielsweise.

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Meine 7 liebsten ESC-Beiträge

Ich bin bekennender ESC-Fan. Der Wettbewerb ist jedes Jahr eins meiner absoluten Fernsehhighlights und muss geguckt werden. Zwischen all den generischen Songs, die ich am nächsten Tag wieder vergessen habe und den legendär abgedrehten Performances sind manchmal auch Leute dabei, deren Musik ich wirklich gut finde und die ihren Weg in meinen musikalischen Alltag finden. Und um die 7 Künstler, die das geschafft haben, soll es im Folgenden gehen.

Tom Dice – Me & My Guitar

2010 | Belgien | 6ter Platz

Tom Dice war der erste Künstler, der mich beim ESC so beeindruckte, dass ich hinterher die Musik rauf und runter hörte und es auch immer noch tue (Murderer ist immer noch einer meiner absoluten Jams). Dabei kommt der Song und auch die Performance ohne jeglichen SchnickSchnack aus (etwas, was mich immer noch am nachhaltigsten beeindruckt, wie diese Liste noch zeigen wird).

Inzwischen hat Tom Dice zwei weitere Alben veröffentlicht (wovon ich eins erst gerade auf Spotify entdeckt habe. Tom Dices Facebook Präsenz hat mich hängen lassen), die beide ebenfalls ziemlich gut geworden sind.

Marija Šerifović – Molitva

2007 | Serbien | 1ter Platz

Ich erinnere mich noch ziemlich gut, wie ich mit 13 vor dem Fernseher saß und völlig fasziniert von der Performance und dem Song war. Die nächsten Tage hörte ich absolut nichts anderes als Molitva und phasenweise mache ich das immer noch. Es ist bisher auch immer noch der meine Meinung nach der beste Song, der jemals beim ESC antrat (was ein relativ leeres Statement ist, weil ich nicht mal annähernd alle Songs kenne. Aber Molitva legt die Latte wirklich sehr hoch).

Wie schon bei Tom Dice, ist auch hier die Performance eher simpel. Es sind zwar ein paar mehr Personen auf der Bühne, die Choreographie macht aber im Prinzip nichts, als die äußerste Dramatik des Songs zu unterstreichen (gekonnt, ich bekomme immer noch Gänsehaut).

Ich muss gestehen, dass ich mich erst beim Schreiben dieses Beitrags mit Marijas weiterer Musik beschäftigt habe und bisher nur Molitva kannte.

Nina Zilli – L’Amore È Femmina

2012 | Italien | 9ter Platz

Als ich für diesen Beitrag Infos zusammengesucht habe, habe ich gelesen, dass ursprünglich der Song Per Sempre als Wettbewerbsbeitrag angedacht war. Ich bin schon etwas froh, dass das noch geändert wurde. Nicht, dass Per Sempre ein schlechter Song wäre, ich hätte nur vermutlich niemals in den Rest von Nina Zillis Musik rein gehört.

L’Amore È Femmina war damals sofort ein totaler Ohrwurm und ist es nach 5 Jahren auch immer noch. Inzwischen hat Nina Zilli ein weiteres Album rausgebracht, dass ich mir dank Spotify jetzt auch endlich anhören kann.

The Ark – The Worrying Kind

2007 | Schweden | 18ter Platz

The Ark waren so eine Band, die ich beim Gucken super fand, und dann irgendwie vergessen habe, bis Tell me this night is over irgendwann auf einem Fanmix auftauchte. Inzwischen haben sich The Ark zu einem absoluten Favoriten gemausert und ich bin immer noch etwas bitter, dass sie in 2007 nicht weiter vorne landeten.

Immerhin kann ich jetzt dank Spotify mich durch alle Alben hören und mich daran erfreuen, wie viel extrem gute Songs The Ark aufgenommen haben, bevor sie sich vor ein paar Jahren getrennt haben.

The Common Linnets

2014 | Niederlande | 2ter Platz

Über The Common Linnets haben wir damals beim Gucken etwas gestritten, weil alle anderen Calm after the storm eher lahm fanden, während ich vom ersten Moment an totaler Fan war. Der Song hat so ziemlich alles, was ich mag: Leise Dramatik, durchgehender Harmoniegesang und eine grundlegende Stimmung, zu der man sich gerne in den Regen stellen würde.

Das dazugehörige Album war vor drei Jahren auch ein ziemliches Highlight für mich, das zweite habe ich offenbar schon wieder verpasst (ich bin wirklich nicht gut darin, den Überblick über neue Veröffentlichungen zu behalten).

Soluna Samay – Should’ve Known Better

2012 | Dänemark | 23ter Platz

Soluna Samay ist der eine Sonderfall dieser Liste, bei der ich den ESC-Song inzwischen gar nicht mehr so bemerkenswert finde. Vor 5 Jahren fand ich den aber wahnsinnig cool und mochte auch die Performance mit lauter coolen, enthusiastisch wippenden Kids ziemlich beeindruckend. Solunas Debütalbum mag ich aber auch jetzt noch ganz gerne.

Spannend finde ich, dass die deutsche Wikipedia-Seite sagt, Soluna Samay hätte nur ihr Debütalbum veröffentlicht. Inzwischen hat sie ganze drei Alben veröffentlicht, von denen ich nur zwei kenne. Ihr letztes Album ist in Deutschland nicht aufzutreiben.

Emma – La Mia Città

2014 | Italien | 21ter Platz

Während ich bei Soluna Samay verstehen kann, warum sie nicht ganz vorne mitgespielt hat, hätte ich Emma durchaus ein paar mehr Punkte zugetraut. Der Song ist ein gutes Pop-Rock Ding, was ich damals ziemlich schmissig fand. Vielleicht war 2014 aber auch einfach das Jahr der Balladen (immerhin gewann Conchita Wursts Rise like a phoenix, während The Common Linnets auf dem zweiten Platz landeten).

Das ist vielleicht auch der Zeitpunkt um anzumerken, dass Italien in den letzten Jahren statistisch die meisten Favoriten von mir geschickt hat. Neben Nina Zilli und Emma fand ich auch den diesjährigen Kandidaten Francesco Gabbani ganz großartig.

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#LoveWritingChallenge: Inspiration

Die zweite Woche der #LoveWritingChallenge steht ganz im Zeichen der Inspiration. Ich habe mich dazu entschieden, nur einen Beitrag zu allen Tagen zu schreiben. Diese Woche geht es also nur darum, was von den vorgegebenen Themen mich inspiriert.

In Kreative Stimmung kommen

Ich bin notorische Spätschreiberin. Ich schreibe am besten und am Meisten nach 22 Uhr. Eigentlich ist das eher dämlich, weil ich immer um Mitternacht ins Bett gehe und gerade zu NaNoWriMo-Zeiten es oft knapp wird, in der Zeit das tägliche Ziel zu erreichen.

Viel mehr braucht es im Prinzip nicht. Mir reicht die Uhrzeit völlig aus, um kreativ zu werden.

Bilder

Ich bin in Sachen Schreiben ein ziemlich visueller Mensch. Einer der ersten Schritte bei jeder Geschichte ist es, meine Charaktere zu benennen und ihnen Gesichter zu geben. Ich sammle aber auch gerne andere Bilder als Inspiration. Ich bin momentan in der Hinsicht etwas konzeptlos, weil ich das bisher meist auf tumblr gemacht habe, die Seite aber schon seit längerer Zeit nicht mehr benutze (den Inspirationsblog für How Soon Is Now gibt es aber immer noch hier). Ich bin vor kurzem auf Mac umgestiegen um festzustellen, dass in der Mac-Version von Scrivener Moodboards angelegt werden können. Gemacht habe ich das bisher nur noch nicht.

Serien und Filme helfen mir nur sehr bedingt, zumindest in visueller Hinsicht. Die Grundidee zu vielen meiner Geschichten ist die Frage, wie es wäre, wenn etwas verändert wäre in Serien oder Filmen, die ich so sehe.

Musik

Musik ist für meinen Prozess ziemlich wichtig. Ich denke mir sehr gerne Musikvideos oder Musicalszenen zu Songs aus und oft benutze ich die dann für Projekte. Meine Outlines sind deshalb oft völlig unverständlich, weil sie nur aus Songtiteln bestehen, so wie diese inzwischen nicht mehr ganz aktuelle Outline zu HSIN:

Zum Beispiel Pa Pa Power: Das ist ein Song von Dead Man’s Bones, der inhaltlich nichts damit zu tun hat, was in dieser Szene passieren soll (u.a. eine Gerichtsverhandlung). Irgendwann beim Hören habe ich mir jedoch vorgestellt, wie eben diese Szene zu der Musik ablaufen würde und inzwischen sind beide auf ewig assoziiert in meinem Kopf.

Musik ist weiterhin wichtig, weil ich beim Schreiben sehr gerne Musik höre. Ich mache dafür Playlisten mit Musik, die mich in irgendeiner Weise an das jeweilige Projekt erinnert. Meine Playliste für HSIN ist zum Beispiel folgende:

Andere Inspiration

Natürlich gibt es hin und wieder ein Zitat, was ich super passend finde, oder ich lese einen Satz in einem Buch, der mir gut gefällt. Das passiert allerdings eher selten und inspiriert mich nicht in dem Maße, wie Bilder und Musik es tun. Auch aus meinem Alltag nehme ich recht wenig mit in die Geschichten, mit Ausnahme von Marotten von Menschen, die ich kenne. Die schaffen es manchmal in Geschichten.

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#LoveWritingChallenge – Tag 1 & 2

Der April stand dieses Jahr, wie auch schon in den letzten zwei Jahren, ganz im Zeichen des Camp NaNoWriMo, der kleine Bruder des großen NaNoWriMo. Ich schrieb, wie auch schon die letzten paar Mal, an meinem Projekt How Soon Is Now, das inzwischen ganz ordentliche 56.000 Wörter zählt. Ganz gelegen kommt mir da die Challenge, die Katie auf ihrem Autorenblog ins Leben gerufen hat: Bei der #LoveWritingChallenge geht es darum, jeden Tag über das Schreiben zu schreiben. Und weil ich mich nicht kurz genug fassen kann für Instagram, gibt es meine Beiträge eben hier auf dem Blog.

Tag 1: Weiblicher Charakter

Es ist tatsächlich ein Phänomen, dass die meisten Charaktere, die ich mir so ausdenke, weiblich sind. Woran das jetzt nun genau liegen mag, ist eine Frage für einen anderen Tag. Ich hab deshalb etwas überlegen müssen, über wen genau ich an dieser Stelle schreiben will. Im Endeffekt habe ich darüber nachgedacht, wer eigentlich der erste Charakter war, den ich weiter als einen puren Namen entwickelt habe, und das war eine junge Frau namens Miri.

Miri hatte irgendwann auch mal einen Nachnamen, an den erinnere ich mich nur leider nicht mehr und in den 5.000 Wörtern, die ich über sie geschrieben habe, taucht er nicht auf. Als ich Miri und ihre Geschichte, die starke Ähnlichkeiten zum Film Bedazzled hatte, konzipierte, war ich 15 Jahre alt und es war damals mit Abstand das längste an Fiktion, was ich bis dato geschrieben hatte.

Ich weiß nicht mehr viel über Miri, auch, weil ich schon mit 15 so schrieb wie heute: Name, ein Skelett an Backstory und ein paar Details stehen, der Rest entwickelt sich während des Schreibens. Was ich weiß ist, dass Miri in ihren 20ern war, sich gerade getrennt hatte und ansonsten im Prinzip wie ich war. Parties mochte sie nicht, ihre beste Freundin hieß fast wie meine zum damaligen Zeitpunkt und ihre Lieblingsfarbe war weinrot.

Im Prinzip waren das alle Infos, die zu diesem Zeitpunkt über Miri existieren. Ich hatte geplant, dass sie den Teufel in Person kennenlernen sollte und ich schätze, dass ich eine klischeebeladene Liebesgeschichte geplant hatte. Trotz nebulösen Umständen, die der vergangenen Zeit, der inzwischen zahlreichen anderen Geschichten und dem kompletten Fehlen von Notizen zuzurechnen sind, denke ich immer mal wieder über Miri nach, und ob ich ihr Projekt wiederbeleben sollte. Vermutlich wird das aber nie passieren; trotzdem ist Miri irgendwie ein Herzenscharakter, der mir immer noch im Kopf rumspukt.

Tag 2: Namensfindung

Für die Namensfindung habe ich keinen festen Prozess. Oft ist der Name noch vor dem Charakter da, ansonsten habe ich meistens eine vage Idee und benutze dann gerne Forebears, um nach Namen zu suchen, die mir gefallen.

Bei How Soon Is Now lief das folgendermaßen ab: Die Geschichte spielt in einem Europa-umfassenden Staat, die Namen sollten also nicht nur aus einem Sprachraum kommen. Ich hab dann also zum einen IMDB durchforstet nach „echten“ Namen und Forebears und daraus die Namen genommen, die mir gefallen haben. Herausgekommen sind dabei die folgenden Vornamen:

Ich habe Namen aus recht vielen Sprachräumen benutzt, weil sie alle aus unterschiedlichen Ecken der Nation kommen sollten. Das ist allerdings der Geschichte geschuldet, in anderen Geschichten sind auch schon mal alle Namen aus dem deutschen Raum.

Im Endeffekt kommen Namen bei mir sehr auf den Kontext der Geschichte an, und dann müssen sie mir gefallen und irgendwie zum Charakter passen.

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Das war der Februar

Ganz lange habe ich jede Woche einen Wochenrückblick geschrieben, allerdings passiert bei mir in einer Woche kaum was. Also habe ich mir überlegt, auf Monatsrückblicke umzusteigen und das hier ist der erste!

Uni

Ich stecke momentan mitten im Fächerwechsel und habe mich im Zuge dessen an meiner alten Universität diesen Monat exmatrikuliert. Das ist inzwischen schon super offiziell und ich habe eine schicke Bestätigung über meine zahlreichen Semester ohne Abschluss zuhause rumliegen.

Arbeit

Nach 2 1/2 Jahren Tankstelle war mit Jahresende Schluss für mich in dem Job. Den Januar verbrachte ich damit, einen Aushilfsjob zu suchen. Von etwa 20 Bewerbungen meldeten sich gut 6 einfach gar nicht und die einzige positive Rückmeldung erhielt ich von einer regionalen Bäckereien-Kette. Dort wurde ich den Februar eingearbeitet und bisher macht mir der Job genauso Spaß wie der alte. Ich habe die meiste Zeit tatsächlich Spaß am Einzelhandel – dass ich aus Tankstellenzeiten viele Leute noch kenne, hilft dabei ungemein.

Konzerte

Am 20. Februar sah ich mit einer Freundin Taking Back Sunday im Gloria Theater in Köln. Das war das zweite TBS Konzert für mich und nachdem ich beim letzten im Luxor absolut gar nichts gesehen habe, war es umso erfreulicher, dass dieses Konzert hochverlegt wurde.

Insgesamt war ich sehr begeistert, ich mochte das letzte Album schon sehr gerne und sie spielten treffsicher meine Favoriten. Im Programm waren auch Klassiker wie A Decade Under The Influence, was zu meinen absoluten Favoriten zählt und ein toller Song zum Mitschreien ist.

Roller Derby

Da ich umgezogen bin, musste ich mich zwangsweise auch entscheiden, ob ich dem Sport den Rücken kehren möchte, oder das Team wechsle. Da ich definitiv zu viel Spaß habe, habe ich eben das Team gewechselt.

Weiterhin stand mein erstes Scrimmage an. Ein Scrimmage ist beim Derby eine Art Freundschaftsspiel, oft bestehend aus zwei bunt zusammengewürfelten Teams. Ich bin schon seit etwas über einem Jahr dabei, hatte aber bisher nie das Gefühl, dass mein Skate-Level hoch genug sei für ein Spiel. Im Prinzip denke ich das auch immer noch, das Scrimmage lief aber wirklich gut und ich wurde sogar als beste Blockerin meines Teams gewählt.

Popkultur

Bücher

Auf Goodreads verezeichnete der Februar ganze 6 Bücher, wobei 3 davon Comic Trade Paperbacks waren, deren letzte Issue ich lediglich diesen Monat las.

Der Hypnotiseur von Lars Kepler war okay, viel zu lang und aufgebaut wie eine der Law & Order Folgen, in denen das Ende nichts mehr mit dem Anfang zu tun hat.
The Vampire Prince und Hunters of the Dusk sind beide aus der Darren Shan-Reihe, durch die ich mich gerade lese (und über die ich extensiv twittere). Beide waren äußerst unterhaltsam.

Serien

Mein absolutes Highlight im Februar waren beide Staffeln Club de Cuervos, über die ich gar nicht allzu viel sagen will, weil ich noch ausführlichere Rezensionen in Arbeit habe.

Ansonsten beendete ich nach langer Zeit Monster, was einerseits zwar unglaublich gut war, andererseits aber auch unglaublich lang und ich bin mir immer noch nicht sicher, wie genau ich dazu eigentlich stehe.

Ansonsten sah bzw. beendete ich die erste und einzige Staffel Braunschlag (sehr großartig), die erste Staffel Sorjonen (okay), die erste Staffel Arvingerne (langsamer Start, zum Ende hin aber sehr spannend) und die zweite Staffel French & Saunders (manchmal witzig, manchmal nicht).

Filme

Ich sah ganze drei Filme im Februar:

Deadpool war ganz gut, definitiv ein Film der Kategorie „so dämlich, dass es schon wieder witzig ist“.
Man lernt nie aus mochte ich erstaunlich gerne, der Film erinnerte mich ein bisschen an Learning To Drive, nur eben auf Mainstream-Hollywood-Niveau.
Elle sah ich im Kino und es war definitiv einer der unangenehmsten Filme, den ich jemals gesehen habe. Trotzdem ein sehr lohnenswerter Film und vielleicht eine der besten Performances, die Isabelle Huppert jemals abgegeben hat.

Song des Monats

Home von Todrick Hall:

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The Team: Staffel 1

InfoPlotTrailer
Genre: Crime/Drama
Umfang: 8 Folgen, jeweils ca. 57 Minuten lang
Ansehen: Netflix
Regie: Kasper Gaardsøe, Kathrine Windfeld
Drehbuch: Mai Brostrøm, Peter Thorsboe
Darsteller: Lars Mikkelsen, Jasmin Gerat, Veerle Baetens, Ida Engvoll, Carlos Leal, Nicholas Ofczarek
In Antwerpen, Berlin und Kopenhagen geschehen drei Morde an Prostituierten, die schnell miteinander in Verbindung gebracht werden. Also wird ein Team aus Ermittlern in allen drei Ländern zusammengestellt: Harald Bjørn (Lars Mikkelsen) aus Dänemark, Jackie Mueller (Jasmin Gerat) aus Deutschland und Alicia Verbeeck (Veerle Baetens) aus Belgien. Schon bald wird klar, dass das Ausmaß der Verbrechen viel größer ist, als anfangs angenommen.

Der Hintergrund

Ich mag Lars Mikkelsen unheimlich gerne (seit Forbrydelsen) und folge seit einiger Zeit einer von Fans geführten Facebook-Seite, die mir immer die brandheißen News über ihn in mein Feed spült. Und irgendwann wurde dann eben The Team angespült und alle Variablen klangen gut: Skandinavische Crime-Serie, langsames Tempo und guter Cast.

Der Plot

Hm. So an sich betrachtet ist der Fall, der den Plot der ersten Staffel hauptsächlich ausmacht und dessen Auflösung sich über alle 8 Folgen lang erstreckt, gar nicht so schlecht konstruiert. Es hapert allerdings ein wenig an der Umsetzung. So ist der Bösewicht hinter den Morden (und dem Rattenschwanz, den diese hinter sich herziehen) relativ schnell ausgemacht. Das finde ich spannungstechnisch immer etwas schwierig, gerade wenn sich die Serie eigentlich ja viel Zeit dafür lassen könnte. Insbesondere fällt das bei Vergleich mit Serien wie Forbrydelsen (Kommissarin Lund) oder Bron Broen (Die Brücke) auf, bei denen der jeweilige Fall seine Auflösung erst kurz vor Schluss der Staffel findet.

The Team löst den Fall also relativ früh – kann danach aber leider nicht mehr so recht überraschen. Ich hatte ja vermutet, dass es am Ende noch einen weiteren Twist geben würde. Aber nein, The Team hält sich danach nur noch damit auf, dem Zuschauer klar machen zu wollen, was für einen superbösen Bösewicht sich die Macher ausgedacht haben (als ob das nicht schon vorher klar gewesen wäre).

Aber auch abseits der Ermittlungen ist viel los: Alle drei Ermittler bekommen Unmengen an Backstory verpasst. Das ist prinzipiell erstmal nichts schlechtes; ich erfahre gerne mehr über die Ermittler in Krimi-Serien. Zeitweise hatte ich aber das Gefühl, The Team verliere sich etwas in Nebenplots über die Ermittler, die im Endeffekt kaum etwas zum Weiterkommen der Handlung beitrugen.

Grundsätzlich hatte ich ein wenig das Gefühl, dass sich die Macher nicht recht entscheiden konnten, ob sie nun eine Serie in Tradition von Nordic Noir Klassikern wie Forbrydelsen oder eine eher an die actionreicheren Krimiserien aus dem US-amerikanischen Raum machen wollen. Das Ergebnis ist ein Kompromiss, der sich für genau die falsche Mischung aus beidem entschieden hat. So möchte The Team gleichzeitig langsames Charakterdrama und handlungsreicher Krimi sein; eine Mischung, die hier leider nur mittelmäßig funktioniert.

Die Figuren

Ich bin grundsätzlich kein großer Fan von Crime-Serien. Ich finde die Fälle meistens nur semi-spannend und wenn die Serie dann keine guten Figuren hat, bin ich raus. Wie eben schon erläutert, hat mich der Plot von The Team nicht so richtig überzeugt. Die Figuren schon eher.

Trotz wirklich viel Plot rund um die drei Ermittler (unter anderem Ehepartner unter Mordverdacht, alkoholkranke Eltern und Jahre zurückliegende Affären) schafft es The Team nicht wirklich, in Sachen Charaktere an die Nordic Noir Vorbilder anzuknüpfen. Die Figuren sind allerdings auch kein totales Desaster, sondern ordnen sich irgendwo dazwischen im großen Feld der mittelmäßig guten Charaktere ein.

Bei mir persönlich wollte im Laufe der 8 Folgen wirkliches Interesse gegenüber den Hauptcharakteren nur gegenüber Alicia aufkommen. Natürlich hatte sie auch wirklich viel Plot im Privatleben, andererseits war auch bei Jackie Mueller viel los und mit Jackie konnte ich nicht warm werden. Harald lief irgendwo dazwischen.

Was mir etwas gefehlt hat, waren größere Gegensätze, die meine liebsten Ermittlerduos oder -teams ausmachen. Als Beispiel soll ein weiteres mal Die Brücke dienen, in der Saga und Martin schon sehr unterschiedlich sind, aber gerade das die Spannung ausmacht. In The Team hingegen fehlen mir die Reibereien, mir fehlt die Spannung zwischen den Charakteren. Das liegt auch daran, dass die drei Ermittler viel in ihren eigenen Revieren ermitteln und nur wenig unmittelbar miteinander agieren. Das ist dem Konzept geschuldet und mag für andere funktionieren, für mich jedoch eher nicht.

Positiv anmerken möchte ich aber noch, dass ich die Riege der Nebencharaktere wirklich großartig fand: Ich mochte beispielsweise Kit Ekdal, die dänische Computerexpertin, oder Natascha Stark, Jackie Muellers Assistentin, wirklich sehr gerne.

Insgesamt sind die Figuren Mittelmaß, sie sind nicht schlecht, aber auch keine, denen jemand vierstellige Postzahlen auf dem eigenen tumblr-Blog widmen würde. Trotzdessen helfen die Figuren über den semi-optimalen Plot hinweg und haben es geschafft, dass ich bis zum Schluss dran geblieben bin.

Das Intro

Intros sind für mich ein wichtiger Bestandteil einer Serie, deswegen möchte ich auch ein paar Worte dazu verlieren.

Das Intro zu The Team bietet tolle Musik und ein tolles visuelles Konzept. Beide Komponente harmonieren dann auch noch gut zusammen, was meinen Eindruck der Serie doch etwas aufgewertet hat. Besonders schön fand ich die Porträtaufnahmen der Charaktere, die benutzt wurden.

Leider gibt es momentan das Intro isoliert nirgends zu sehen, sollte sich das wieder ändern, würde ich das nachreichen. Ansonsten kann sich der Netflix-Nutzer das Intro auch in einer beliebigen Folge selber angucken.

Das Fazit

The Team fällt für mich in die Kategorie „durchschnittlich“. Ich habe definitiv schon einige wesentlich schlechtere Serien gesehen, aber eben auch schon einige wesentlich bessere. Trotzdem habe ich The Team doch gerne geguckt und hatte nicht das Bedürfnis, nach der Hälfte aufzuhören.

Da ich meine Reviews ja immer mit Punkten abschließe, würde ich The Team mit 6 von 10 Punkten bewerten.

Dieser Text erschien im Januar 2016 auf meinem alten Blog. Ich habe hier und da lediglich ein paar Kleinigkeiten abgeändert. 
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Der schreckliche Anfang

Erste Blogeinträge sind immer so eine Sache – eigentlich gibt es ja großartig nichts zu sagen, außer dass es den Blog jetzt gibt und bald der grandioseste Content an den Start geht. Natürlich könnte auch gleich mit ebenjenem Content losgelegt werden, aber ich bin ein Fossil und mag mehrwertlose Ankündigungsbeiträge.

Im Prinzip war dieser Blog schon im Dezember irgendwann startbereit. Aber wie das immer so ist, Dinge passieren und am Ende ist es eben Anfang Februar geworden, bis der Blog endlich so richtig abgeht.

Der Name

Ich war sehr lange sehr viel auf tumblr unterwegs, hauptsächlich um Dinge aus meinen zahllosen Fandoms zu posten. Dort ist es gang und gebe, dass der eigene Blog nach einem Charakter benannt wird, oder eine Referenz zu einem Fandom enthält. Meinen Blog benannte ich zuletzt nach einem Charakter aus Revival, einem Comic von Tim Seeley und Mike Norton: Em Cypress. Kurzerhand wurde das aus mangelnder Kreativität etwas umgewandelt und geboren war emcyper.

Das Konzept

Ich sagte ja bereits, ich bin ein Fossil und habe mit Bloggen angefangen, als so gut wie jede_r den Blog bei myblog hatte und jeden Tag erzählte, wie die Schule so war. Ein Konzept hatte niemand. Inzwischen ist das anders, das ist klar, aber bei mir ist das irgendwie nicht angekommen. Konzepte und Einschränkung auf bestimmte Themenkomplexe frustrieren mich in aller Regel nach kurzer Zeit und dann stirbt der Blog wieder nach drei Monaten. Blöde Sache, immerhin hat der Spaß Geld gekostet und ich vermisse das alles dann wieder so sehr, dass ich doch wieder anfange.

Also praktiziere ich jetzt völlige Konzeptlosigkeit. Wobei das im Prinzip ja auch ein Konzept ist. Kein Konzept als Konzept. So.

Und im Prinzip war es das auch erstmal. Ein bisschen ärgere ich mich, dass ich nicht pünktlich zu Nias #28daysofblogging in die Pötte gekommen bin. Vielleicht ja nächstes Jahr.