Kategorie: Leben

Das war der August

Long time, no see! Der August war sehr vollgepackt und der Blog stand da auf der Liste doch eher unten. Aber fangen wir mal von vorne an.

Studium

Wie im letzten Post schon angekündigt, fing am 1. August mein duales Studium in der Finanzverwaltung an. Nach einer Woche Kennenlernen im Amt ging es dann gleich an die Hochschule nach Rotenburg und auch dort ging es sofort los.

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis bisher ist: Unterricht ist anstrengend. Ich habe vor 5 Jahren Abitur gemacht und bin es nicht mehr gewohnt, jeden Tag 6 Stunden Unterricht am Stück zu haben. Die erste Woche war ich jeden Nachmittag sehr platt, aber ich gewöhne mich langsam daran.

Allerdings beschäftigt einen das Studium schon den Großteil des Tages. Der Unterricht geht bis 13 Uhr, dann gibt es Mittagessen und nachmittags arbeite ich den Stoff nach und löse inzwischen Fälle.

Ansonsten habe ich weitgehend Glück mit den Dozenten, Spaß am Stoff und am Studentenleben und bin sehr froh, dass ich mich dazu entschlossen habe, nochmal umzusatteln.

Roller Derby

Am ersten Wochenende war ich in Erfurt beim vierten Roll Your Socks Off Bootcamp. Da ich verletzungsbedingt immer noch nicht skaten kann, habe ich den NSO (non-skating-official) Lehrgang besucht und an zwei Tagen einen grundsätzlichen Überblick über alle Positionen bekommen. Das war super, ich hab einige coole Menschen kennengelernt und wieder so richtig Bock auf den Sport bekommen.

Anwenden konnte ich das Mitte August gleich: Meine ehemaligen Teamkolleginnen aus Marburg richteten einen double header aus. Ich war bei beiden Spielen als penalty box time (sprich ich habe die Strafzeiten gestoppt) dabei. Auch das war toll, ich bin immer mega gerne in Marburg und besuche mein altes Team, auch wenn inzwischen einige neue Leute dabei sind, die ich nicht mehr kenne.

Weiterhin stand ich im August nach mehr als einem halben Jahr Zwangspause das erste Mal wieder auf Skates. Ich skatete eine Runde an der Fulda entlang und stellte fest, dass mein Sprunggelenk die Belastung (auf den ersten Blick) mitmachte. Eine Woche später saß ich dann mit einer überlasteten Kapsel beim Arzt. Ob das jetzt nur am Skaten lag oder auch an anderen Dingen, lässt sich nicht eindeutig sagen. Ich werde wohl sehen müssen, wie sich das in Zukunft verhält.

Popkultur

Filme

  • The Rocky Horror Picture Show (bestimmt das 20te Mal, das ich diesen Film gesehen habe und er macht immer noch Spaß)
  • Holidays (gute Horror-Anthologie, mein Favorit war New Year’s Eve)
  • The Princess Diaries 2 (nicht so spaßig wie der erste Teil, aber immer noch sehr spaßig)
  • What We Do In The Shadows (beim zweiten Mal fast noch witziger)
  • The Princess Diaries (ein Favorit)
  • Bullyparade (größtenteils sehr witzig, vor allem der erste Sketch sorgte für großen Spaß im Kino)
  • Death Note (sehr kurzweilig, ich habe den Manga vor ewigen Zeiten mal angefangen und hatte am Film mehr Freude)

Bücher

  • The Likeness von Tana French (sehr tolles Buch, gefiel mir persönlich besser als der erste Teil der Reihe)
  • The Lake of Souls von Darren Shan (okay, eher einer der schwächeren Teile der Reihe)
  • Slaughterhouse-Five von Kurt Vonnegut (ich weiß nicht, mein Ding war es definitiv nicht)

Serien

  • Culpa Staffel 1 (sehr stark und sehr minimalistisch, ich hoffe, es gibt noch eine weitere Staffel)
  • Orphan Black Staffel 5 (ein schöner Abschluss der Serie)
  • Schuld Staffel 1 (mein erster Kontakt mit Ferdinand von Schirach und ich mochte die Serie sehr)
  • Skin Wars Staffel 1 (nach Drag Race meine liebste Competition Show, so viel Talent auf einem Haufen)

Song des Monats

Eigentlich ist mein meistgespielter Song des Augusts Good For You aus Dear Evan Hansen, aber weil ich das schon mal vorgestellt hatte, rückt Nummer 2 auf: Feel Good von Neon Trees ist ganz neu und wurde mir freundlicherweise von Spotify empfohlen (gefolgt von einem Abend, an dem ich mich durch alle Songs hörte, die ich verpasst hatte). Einer meiner neuen Favoriten zum Autofahren und generell zum in-gute-Stimmung-kommen.

Das war der Juli

Der Juli ging super schnell rum. Am Anfang dachte ich noch, die letzten 31 Tage vor dem dualen Studium würden sich ins Endlose ziehen, aber auf einmal war der Monat dann rum.

Arbeit

Am 30. Juli hatte ich meinen letzten Arbeitstag in der Bäckerei. Eine Spätschicht an einem Sonntag, viel anders hätte ich es mir nicht wünschen können. Davor habe ich den ganzen Monat noch einmal recht viele Stunden gemacht, weil es sich bei meiner individuellen Steuersituation tatsächlich lohnt, die Überstunden ausbezahlt zu bekommen. Der Monat war deshalb auch sonst eher unspektakulär.

Mein letzter Tag war dann ganz nett, meine Kolleginnen schenkten mir einen Kinogutschein und ich war sehr traurig, als ich mich das letzte Mal aus der Kasse abmeldete und am 31. dann meine Arbeitskleidung abgab.

Hedwig again

Nachdem ich das erste Mal so begeistert von Hedwig and the Angry Inch gewesen war, besuchte mich Mitte des Monats eine Freundin aus Düsseldorf und wir sahen uns das Stück zusammen nochmal an. Erstaunlicherweise waren die Witze über Kassel beim zweiten Mal viel witziger und ich hatte großen Spaß.

Zimmer

Ich besitze viele Bücher. Und ich habe zu wenig Platz. Also kam ich im Juli auf die Idee, mir ein riesiges Kellerregal zu kaufen und mein Zimmer ein bisschen aufzuhübschen.

Das Ergebnis ist zum einen eine Wand, die jetzt ein Zitat aus Welcome To Night Vale ziert, und zum anderen das schon erwähnte Kellerregal, dass meinem Zimmer leichtes Buchladen-Feeling gibt.

Und Pro-Tip: Baut solche Regale nicht alleine in kleinen, mit Sachen vollgestellten Zimmer auf. Das funktioniert nur so semi-gut.

Popkultur

Filme

  • Lights Out (solider Horrorfilm, zeitweise wirklich gruselig)
  • Ghostbusters (zum zweiten Mal gesehen, immer noch witzig)
  • Don’t Breathe (ebenfalls solider Thriller/Horrorfilm)
  • XX (gesamt ganz gut, manche Geschichten fand ich spannender als andere. Mein Favorit: The Birthday Party)
  • Wonder Woman (wirklich sehr, sehr gut und einer meiner Lieblings-Superheldenfilme)
  • To The Bone (meine Meinung ist recht neutral, es hätte schlimmer, es hätte aber auch besser mit dem Thema umgegangen werden können)
  • 4th Man Out (ganz unterhaltsam)
  • Die Frau in Schwarz (okay, nicht besonders gruselig)
  • Holding The Man (etwas zu lang und langatmig, aber an sich gut)
  • Once (großartige Musik, zeitweise fand ich die Kameraführung etwas anstrengend)

Bücher

Tatsächlich habe ich im Juli kein Buch beendet.

Serien

  • Las Chicas Del Cable Staffel 1 (sehr toll und sehr modern)
  • The Bletchley Circle Staffeln 1, 2 (die erste Staffel mochte ich sehr gerne, die zweite fiel dann etwas ab)
  • Skam Staffel 1, 2, 3, 4 (ich will gar nicht allzu viel sagen, da ich noch ausführlicher über Skam schreiben will. Aber ich war sehr begeistert)
  • Rita Staffeln 1, 2, 3 (sehr witzig und voller toller Charaktere)
  • Hjørdis Staffel 1 (kommt nicht ganz an Rita dran, aber trotzdem gutes Mittelfeld)

Song der Woche

Ich habe nach fast zwei Monaten, in denen ich SongPop spiele, schon einige gute Songs entdeckt. Auch Wolf In Sheep’s Clothing von Set It Off und William Beckett ist so einer. Und ganz knapp ist es der Song, den ich im Juli am meisten gehört habe.

3 Jahre Einzelhandel – ein Abschied

Normalerweise habe ich nichts gegen Montage. Ich mochte Sonntage immer am wenigsten, weil sie sich immer nutzlos angefühlt haben. Diese Woche jedoch ist der Montag mein Tiefpunkt, denn ich habe meine Arbeitskleidung abgegeben und bin offiziell den letzten Tag Bäckereiverkäuferin.

Ich habe gekündigt habe ich wegen meines dualen Studiums, daneben werde ich keine Zeit haben, um zu arbeiten – mal davon abgesehen, dass der Arbeitgeber es auch nicht erlaubt. Damit geht eine dreijährige Zeit zu Ende, in der ich so gut wie jedes Wochenende hinter einer Kasse stand und Dinge verkaufte, in der ich mich vielfach anmeckern lassen musste, in der ich aber auch ganz tolle Kunden kennengelernt habe.

Die Kunden

Ich hab 2 1/2 Jahre an einer Tankstelle gearbeitet, bis ich dann das letzte Jahr in die Bäckerei gewechselt bin. Die Gründe dafür sind vielfach, kompliziert und eigentlich nicht wichtig. Am Ende war die Arbeit ähnlich, zwei von drei Arbeitsstationen liegen sogar nur wenige hundert Meter voneinander entfernt und die Erfahrungen fast identisch.

Das Tolle und aber auch das Schlechte am Einzelhandel sind die Kunden (wobei das auf jede Branche zutrifft, die mit Kunden zu tun hat). Die meisten Menschen sind zumindest höflich, mindestens aber nicht unfreundlich. Am Ende des Tages bleiben aber meist nur diejenigen im Gedächtnis, die sich durch besondere Unfreundlichkeit auszeichneten.

Gerade an der Tankstelle ist es ein lustiges Phänomen, dass sich Leute gerne über Dinge beschweren, die nicht in den Händen der Angestellten liegen. Absoluter Bestseller dabei: Die Spritpreise. Wenn ich einen Euro für jedes Mal bekommen hätte, wenn ich einem Kunden erklären musste, dass ich mir den hohen Spritpreis nicht selber ausgedacht habe und es mich und mein Auto auch nervt, wäre ich schnell reich genug gewesen, um kündigen zu können. In der Bäckerei wird sich gerne beschwert, wenn wir nachmittags nicht mehr alles da haben. Ich kann den Unmut ja verstehen, aber ich als Angestellte hinter dem Tresen kann daran leider auch nichts ändern. Es bringt also wirklich überhaupt nichts, sich über solche Dinge zu beschweren. Das kostet alle Beteiligten nur unnötig Nerven.

Sehr nett fand ich auch immer die Menschen, die keine Zeit dafür hatten, mich zu begrüßen oder mir auch einen schönen Tag zu wünschen. Ernsthaft, wie schwer kann es sein, sich ein „Hallo“ und „Tschüß, schönen Tag noch.“ aus den Rippen zu leiern? Ich weiß, dass es den meisten Leuten egal ist, ob ich einen schönen Tag habe, unhöflich ist es in meinen Augen dennoch, einfach nicht auf meine Verabschiedung zu antworten. Oder gar nicht mit mir zu sprechen außerhalb der hastig runtergeleierten Bestellung.

Es gab in drei Jahren aber auch zahlreiche Kunden, die ich wirklich toll fand. Da war die ältere Frau, die jeden Sonntag morgen an der Tankstelle Brötchen mit ihrem Hund holte und mich ihn knuddeln ließ. Da war der Taxifahrer, der mir Baklava schenkte und einmal in seinem Taxi wartete, bis ein betrunkener Mann abends das Gelände verlassen hatte. Da war der Mann mit Indiana Jones Hut, der mir ein großes Stück von der besten Ahlen Wurscht zum Probieren gab. Da war der Busfahrer, der mich darauf aufmerksam machte, dass mein Abblendlicht kaputt sei. Da war das Ehepaar, dass sich erkundigte, ob meine Bänderdehnung denn wieder verheilt sei. Und da waren noch unzählige mehr, die mit kleinen Gesten die Arbeit super machten.

Der Laden

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit war immer der Laden. Regale mussten aufgefüllt, Oberflächen mussten geputzt, Geschirr musste gespült werden. Das war der Teil der Arbeit, den ich immer nur so semi-cool fand. Wichtig ist es aber trotzdem, dass der Laden gut aussieht, auch wenn es vielleicht nicht so wirklich Spaß macht.

Ich mochte allerdings die Verantwortung, die damit kam, alleine den Laden zu öffnen oder zu schließen. Ich fand es super cool, einen eigenen Schlüssel zu haben und für kurz so tun zu können, als sei ich die Herrin im Haus.

Die Kollegen

Der vielleicht wichtigste Faktor bei so gut wie jeder Arbeit sind die Leute, mit denen man arbeiten muss. Ich hatte im Großen und Ganzen wirklich Glück und hatte nie Kollegen, die wirklich furchtbare Menschen waren.

Natürlich habe ich mich manchmal geärgert. Aber das ist ja auch normal. Ich bin mir sicher, dass sich andere auch über mich geärgert haben. Aber gerade das letzte halbe Jahr in der Bäckerei war ich Teil eines wirklich super Teams mit Leuten, die sich viel mehr wie Freunde angefühlt haben und nicht nur als Kollegen, die man ab und an mal an der Arbeit trifft. Gerade auch deshalb war ich jetzt auch wirklich traurig, diesen Job aufgeben zu müssen.

Das Fazit

Ich habe mich wirklich nicht wenig beschwert in den letzten drei Jahren. Trotzdem bin ich immer gerne an die Arbeit gegangen. Und wie schon gesagt, ich bin schon etwas traurig, dass dieses Kapitel jetzt endgültig zu Ende ist.

Aber ich freue mich auch auf das duale Studium. Und meine jetzt ehemaligen Kolleginnen kann ich ja immer noch besuchen gehen.

Das war der Juni

Und wieder ist ein Monat ins Land gegangen. Passiert ist nicht wirklich viel, und das obwohl ich drei von vier Wochen nicht gearbeitet habe und alle Zeit der Welt hatte.

Arbeit

Der Arbeitsmonat startete damit, dass ich mir am 1. Juni erstmal gehörig in den Finger schnitt und nach fast 45 Minuten durchgehendem Bluten dann mal zum Arzt ging. Ich bekam zwei Stiche und eine Krankmeldung in die Hand gedrückt und konnte die nächsten 2 1/2 Wochen zum ersten Mal krank sein und dafür bezahlt werden. Darauf verzichtet hätte ich trotzdem gerne, eine tiefe Schnittwunde im kleinen Finger tut erstaunlich weh und durch das Nähen sieht mein Finger jetzt auf ewig so aus, als würde ein kleines Stück fehlen. 0/10, würde ich nicht empfehlen.

Weiterhin habe ich diesen Monat meine Kündigung eingereicht, weil ab dem 1. August mein duales Studium beim Finanzamt beginnt. Davon habe ich bisher nichts erzählt, aber in Zukunft wird das wohl immer mal wieder Thema auf dem Blog werden.

Theater

Schon lange hatte ich mich darauf gefreut, dass so ein tolles Stück wie Hedwig & The Angry Inch in meine Heimatstadt kommt. Ich kaufte also eine Karte, nahm am Tag dann spontan das VIP-Upgrade und freute mich danach 2 Stunden lang über einfach alles. Die Bühne, die ganze Location, die Darsteller, die Mischung aus übersetztem Text und Original – einfach alles. Ein paar Termine werden noch gespielt und ich kann es wirklich nur empfehlen.

Werq The World

Wer mir auf Twitter folgt, hat mit Sicherheit bemerkt, dass ich wahnsinnig großer Fan von Rupaul’s Drag Race bin (die siebte Staffel gibt es inzwischen übrigens bei Netflix). Man kann sich also meine Freude vorstellen, als ich durch Zufall (aka Bianca del Rios Instagram) darauf aufmerksam wurde, dass einige der Queens im Juni nach Köln kommen würden. Das Ticket war schnell gekauft und

Das ganze fand im Gloria-Theater statt, eine Location, die ich gerne mag. Ich stand zwar relativ weit hinten, dafür zwischen lauter Leuten, die die Zeit ihres Lebens hatten (ich auch). Die Show war ihr Geld wirklich wert, alle Auftritte waren toll anzusehen und einen ganzen Abend von Bianca del Rio angeschrien zu werden ist auch irgendwie unterhaltsam.

Popkultur

Filme

  • Mean Girls (inzwischen vermutlich witziger als damals als Teenie)
  • Legally Blonde (mochte ich damals gar nicht so gerne, jetzt beim Angucken war ich sehr begeistert)

Bücher

  • Created By von Steven Prigge (mittelmäßig informativ)

Serien

  • unREAL Staffel 2 (nicht ganz so stark wie die erste)
  • Gotham Staffel 3 (okay, ich werde die nächste vermutlich trotzdem nicht mehr gucken)
  • Shameless Staffel 7 (das altbekannte Shameless-Prinzip, Frank nervt nach wie vor)
  • Ingobernable Staffel 1 (wurde mir als das mexikanische House of Cards verkauft. Das ist es nicht, aber dennoch ziemlich gute Serie)
  • The Handmaid’s Tale Staffel 1 (neben Elle das Unangenehmste, was ich dieses Jahr gesehen habe)
  • American Gods Staffel 1 (visuell unglaublich gut, verliert sich leider sehr in Nebenschauplätzen)
  • Fortitude Staffeln 1 und 2 (zum Schluss hin fast schon etwas abgedreht, Spaß hatte ich trotzdem, allein wegen Sofie Gråbøl)
  • Veep Staffel 5 (nach wie vor witzig)
  • RuPaul’s Drag Race Staffel 9 (meine erste Staffel, die ich live geguckt habe und auf reddit verfolgen konnte. Und dann machen sie solch merkwürdige Dinge am Ende. Immerhin gab es im Finale drei wahnsinnig gute Lip Syncs)

Song des Monats

Den LastFM Statistiken zufolge war Juni der Monat meiner Lip Sync for your life Playlist. Die besteht im Prinzip nur aus Lady GaGa, RuPaul und so ein paar handverlesenen anderen Dingen, zu denen ich höchstdramatisch in meinem Zimmer performen kann. Und am Meisten hörte ich offenbar Waking up in Vegas von Katy Perry. Nun ja, verbuchen wir das unter guilty pleasure und machen weiter.

Das war der Mai

Wir haben ein paar Monate übersprungen (aus einer Vielzahl von Gründen, aber hauptsächlich hatte ich recht wenig Lust zu bloggen), aber die Monatsrückblicke sind zurück!

Arbeit & Uni

Momentan passiert an dieser Front nicht wahnsinnig viel, da hier ab August große Veränderungen anstehen. Ich arbeite also ein bisschen vor mich hin, sammle Überstunden und habe für Juni meinen ersten, bezahlten Urlaub beantragt.

Schreiben

Nachdem ich im April im Zuge des Camps NaNoWriMo etwas über 10.000 Wörter für How Soon Is Now schrieb, brach das in alter Tradition im Mai wieder ein. Ich schrieb insgesamt etwa 1500 Wörter. Dafür plottete ich den Rest der Geschichte endlich mal im Detail.

Konzerte

Zweimal war ich diesen Monat unterwegs:

Marianas TrenchZuerst stand am 22. Mai der Nachholtermin von Marianas Trench an, die im Oktober ihr Konzert wegen Krankheit absagen mussten. Ich war mir relativ sicher, dass das gut werden würde, und das wurde es dann auch. Das Gebäude 9 war eine angenehm kleine Location, das Publikum hatte Bock und Marianas Trench haben eine ziemlich gute Setlist gespielt. Auf jeden Fall eines der besseren Konzerte, auf denen ich bisher so gewesen bin.

Nur ein paar Tage später, am 26. Mai, trat Todrick Hall im Gloria Theater in Köln auf. Auch hier hatte ich recht große Erwartungen, weil ich zum einen großer Fan von Straight Outta Oz bin und zum anderen Menschen vergangene Performances des ganzen auf Youtube eingestellt haben und es wirklich vielversprechend aussah. Und ich wurde nicht enttäuscht: Die Show ist fast schon eher als Musical zu sehen, immerhin wird im Laufe der zwei Stunden eine Geschichte durch die Musik erzählt. Es gibt Kostüme und Choreographie und eine Pause zwischen den zwei Akten.

Es gibt wenige Konzerte, nach denen ich rausgehe und mir denke „Das hat dich verändert.“ Dieses Mal war das so. Straight Outta Oz ist persönlich und politisch zugleich und man merkte das auch im Publikum. Alle um mich waren offenkundig sehr bewegt von dem, was auf der Bühne passierte, mich nicht ausgenommen. Insgesamt eins der wirklich besten Konzerte, auf denen ich bisher gewesen bin.

Popkultur

Filme

  • The 10 Year Plan (erstaunlich unterhaltsam, auf eine dramatic-low-budget Art)
  • Now You See Me 2 (etwas besser als der Vorgänger)
  • Pitch Perfect 2 (lächerliche deutsche Akzente, ansonsten aber ähnlich unterhaltsam wie der erste)
  • Asterix & Obelix: Mission Kleopatra (nach langer Zeit mal wieder gesehen und immer noch lächerlich witzig)
  • Lost River (ästhetisch toll, der Plot war okay)

Serien

Im Mai gingen folgende Staffeln für mich zu Ende, nicht alle davon habe ich komplett im Mai gesehen:

  • Bedrag Staffel 2 (endlich beendet, zeitweise interessanter als die erste Staffel)
  • unREAL Staffel 1 (zufällig auf Amazon entdeckt und für sehr gut befunden)
  • Shameless Staffeln 4, 5, 6 (alternativ: Das lange Warten darauf, dass Frank Gallagher endlich aus der Serie geschrieben wird)
  • Once Upon A Time Staffel 6 (es wird meine letzte Staffel mit dieser Serie gewesen sein)
  • Arrested Development Staffeln 3, 4 (großartige Serie, die vierte Staffel hatte strukturelle Schwächen, war aber trotzdessen noch angemessen witzig)
  • Sense8 Staffel 2 (nachdem ich wieder reingekommen bin, war die Staffel dann zu schnell vorbei und endete mit einem Cliffhanger, der tragischerweise  niemals aufgelöst werden wird)
  • Supergirl Staffel 2 (in Ordnung, die Staffel hatte starke Momente und verlor mich in anderen)

Bücher

  • Killers of the Dawn von Darren Shan (furchtbares Ende, über das ich in einem Zug gleichzeitig traurig und wütend wurde)
  • Dead as a Doornail von Charlaine Harris (unterhaltsam, ohne dass viel darüber nachgedacht werden müsste)

 Song des Monats

Ich war mir ziemlich sicher, dass ich irgendeinen Song aus dem neuen Album von Elif am meisten gehört hätte, aber nein – Top Song des Monats Mai ist Sissy That Walk von RuPaul:

Das war der Februar

Ganz lange habe ich jede Woche einen Wochenrückblick geschrieben, allerdings passiert bei mir in einer Woche kaum was. Also habe ich mir überlegt, auf Monatsrückblicke umzusteigen und das hier ist der erste!

Uni

Ich stecke momentan mitten im Fächerwechsel und habe mich im Zuge dessen an meiner alten Universität diesen Monat exmatrikuliert. Das ist inzwischen schon super offiziell und ich habe eine schicke Bestätigung über meine zahlreichen Semester ohne Abschluss zuhause rumliegen.

Arbeit

Nach 2 1/2 Jahren Tankstelle war mit Jahresende Schluss für mich in dem Job. Den Januar verbrachte ich damit, einen Aushilfsjob zu suchen. Von etwa 20 Bewerbungen meldeten sich gut 6 einfach gar nicht und die einzige positive Rückmeldung erhielt ich von einer regionalen Bäckereien-Kette. Dort wurde ich den Februar eingearbeitet und bisher macht mir der Job genauso Spaß wie der alte. Ich habe die meiste Zeit tatsächlich Spaß am Einzelhandel – dass ich aus Tankstellenzeiten viele Leute noch kenne, hilft dabei ungemein.

Konzerte

Am 20. Februar sah ich mit einer Freundin Taking Back Sunday im Gloria Theater in Köln. Das war das zweite TBS Konzert für mich und nachdem ich beim letzten im Luxor absolut gar nichts gesehen habe, war es umso erfreulicher, dass dieses Konzert hochverlegt wurde.

Insgesamt war ich sehr begeistert, ich mochte das letzte Album schon sehr gerne und sie spielten treffsicher meine Favoriten. Im Programm waren auch Klassiker wie A Decade Under The Influence, was zu meinen absoluten Favoriten zählt und ein toller Song zum Mitschreien ist.

Roller Derby

Da ich umgezogen bin, musste ich mich zwangsweise auch entscheiden, ob ich dem Sport den Rücken kehren möchte, oder das Team wechsle. Da ich definitiv zu viel Spaß habe, habe ich eben das Team gewechselt.

Weiterhin stand mein erstes Scrimmage an. Ein Scrimmage ist beim Derby eine Art Freundschaftsspiel, oft bestehend aus zwei bunt zusammengewürfelten Teams. Ich bin schon seit etwas über einem Jahr dabei, hatte aber bisher nie das Gefühl, dass mein Skate-Level hoch genug sei für ein Spiel. Im Prinzip denke ich das auch immer noch, das Scrimmage lief aber wirklich gut und ich wurde sogar als beste Blockerin meines Teams gewählt.

Popkultur

Bücher

Auf Goodreads verezeichnete der Februar ganze 6 Bücher, wobei 3 davon Comic Trade Paperbacks waren, deren letzte Issue ich lediglich diesen Monat las.

Der Hypnotiseur von Lars Kepler war okay, viel zu lang und aufgebaut wie eine der Law & Order Folgen, in denen das Ende nichts mehr mit dem Anfang zu tun hat.
The Vampire Prince und Hunters of the Dusk sind beide aus der Darren Shan-Reihe, durch die ich mich gerade lese (und über die ich extensiv twittere). Beide waren äußerst unterhaltsam.

Serien

Mein absolutes Highlight im Februar waren beide Staffeln Club de Cuervos, über die ich gar nicht allzu viel sagen will, weil ich noch ausführlichere Rezensionen in Arbeit habe.

Ansonsten beendete ich nach langer Zeit Monster, was einerseits zwar unglaublich gut war, andererseits aber auch unglaublich lang und ich bin mir immer noch nicht sicher, wie genau ich dazu eigentlich stehe.

Ansonsten sah bzw. beendete ich die erste und einzige Staffel Braunschlag (sehr großartig), die erste Staffel Sorjonen (okay), die erste Staffel Arvingerne (langsamer Start, zum Ende hin aber sehr spannend) und die zweite Staffel French & Saunders (manchmal witzig, manchmal nicht).

Filme

Ich sah ganze drei Filme im Februar:

Deadpool war ganz gut, definitiv ein Film der Kategorie „so dämlich, dass es schon wieder witzig ist“.
Man lernt nie aus mochte ich erstaunlich gerne, der Film erinnerte mich ein bisschen an Learning To Drive, nur eben auf Mainstream-Hollywood-Niveau.
Elle sah ich im Kino und es war definitiv einer der unangenehmsten Filme, den ich jemals gesehen habe. Trotzdem ein sehr lohnenswerter Film und vielleicht eine der besten Performances, die Isabelle Huppert jemals abgegeben hat.

Song des Monats

Home von Todrick Hall: