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Meine 7 liebsten ESC-Beiträge

Ich bin bekennender ESC-Fan. Der Wettbewerb ist jedes Jahr eins meiner absoluten Fernsehhighlights und muss geguckt werden. Zwischen all den generischen Songs, die ich am nächsten Tag wieder vergessen habe und den legendär abgedrehten Performances sind manchmal auch Leute dabei, deren Musik ich wirklich gut finde und die ihren Weg in meinen musikalischen Alltag finden. Und um die 7 Künstler, die das geschafft haben, soll es im Folgenden gehen.

Tom Dice – Me & My Guitar

2010 | Belgien | 6ter Platz

Tom Dice war der erste Künstler, der mich beim ESC so beeindruckte, dass ich hinterher die Musik rauf und runter hörte und es auch immer noch tue (Murderer ist immer noch einer meiner absoluten Jams). Dabei kommt der Song und auch die Performance ohne jeglichen SchnickSchnack aus (etwas, was mich immer noch am nachhaltigsten beeindruckt, wie diese Liste noch zeigen wird).

Inzwischen hat Tom Dice zwei weitere Alben veröffentlicht (wovon ich eins erst gerade auf Spotify entdeckt habe. Tom Dices Facebook Präsenz hat mich hängen lassen), die beide ebenfalls ziemlich gut geworden sind.

Marija Šerifović – Molitva

2007 | Serbien | 1ter Platz

Ich erinnere mich noch ziemlich gut, wie ich mit 13 vor dem Fernseher saß und völlig fasziniert von der Performance und dem Song war. Die nächsten Tage hörte ich absolut nichts anderes als Molitva und phasenweise mache ich das immer noch. Es ist bisher auch immer noch der meine Meinung nach der beste Song, der jemals beim ESC antrat (was ein relativ leeres Statement ist, weil ich nicht mal annähernd alle Songs kenne. Aber Molitva legt die Latte wirklich sehr hoch).

Wie schon bei Tom Dice, ist auch hier die Performance eher simpel. Es sind zwar ein paar mehr Personen auf der Bühne, die Choreographie macht aber im Prinzip nichts, als die äußerste Dramatik des Songs zu unterstreichen (gekonnt, ich bekomme immer noch Gänsehaut).

Ich muss gestehen, dass ich mich erst beim Schreiben dieses Beitrags mit Marijas weiterer Musik beschäftigt habe und bisher nur Molitva kannte.

Nina Zilli – L’Amore È Femmina

2012 | Italien | 9ter Platz

Als ich für diesen Beitrag Infos zusammengesucht habe, habe ich gelesen, dass ursprünglich der Song Per Sempre als Wettbewerbsbeitrag angedacht war. Ich bin schon etwas froh, dass das noch geändert wurde. Nicht, dass Per Sempre ein schlechter Song wäre, ich hätte nur vermutlich niemals in den Rest von Nina Zillis Musik rein gehört.

L’Amore È Femmina war damals sofort ein totaler Ohrwurm und ist es nach 5 Jahren auch immer noch. Inzwischen hat Nina Zilli ein weiteres Album rausgebracht, dass ich mir dank Spotify jetzt auch endlich anhören kann.

The Ark – The Worrying Kind

2007 | Schweden | 18ter Platz

The Ark waren so eine Band, die ich beim Gucken super fand, und dann irgendwie vergessen habe, bis Tell me this night is over irgendwann auf einem Fanmix auftauchte. Inzwischen haben sich The Ark zu einem absoluten Favoriten gemausert und ich bin immer noch etwas bitter, dass sie in 2007 nicht weiter vorne landeten.

Immerhin kann ich jetzt dank Spotify mich durch alle Alben hören und mich daran erfreuen, wie viel extrem gute Songs The Ark aufgenommen haben, bevor sie sich vor ein paar Jahren getrennt haben.

The Common Linnets

2014 | Niederlande | 2ter Platz

Über The Common Linnets haben wir damals beim Gucken etwas gestritten, weil alle anderen Calm after the storm eher lahm fanden, während ich vom ersten Moment an totaler Fan war. Der Song hat so ziemlich alles, was ich mag: Leise Dramatik, durchgehender Harmoniegesang und eine grundlegende Stimmung, zu der man sich gerne in den Regen stellen würde.

Das dazugehörige Album war vor drei Jahren auch ein ziemliches Highlight für mich, das zweite habe ich offenbar schon wieder verpasst (ich bin wirklich nicht gut darin, den Überblick über neue Veröffentlichungen zu behalten).

Soluna Samay – Should’ve Known Better

2012 | Dänemark | 23ter Platz

Soluna Samay ist der eine Sonderfall dieser Liste, bei der ich den ESC-Song inzwischen gar nicht mehr so bemerkenswert finde. Vor 5 Jahren fand ich den aber wahnsinnig cool und mochte auch die Performance mit lauter coolen, enthusiastisch wippenden Kids ziemlich beeindruckend. Solunas Debütalbum mag ich aber auch jetzt noch ganz gerne.

Spannend finde ich, dass die deutsche Wikipedia-Seite sagt, Soluna Samay hätte nur ihr Debütalbum veröffentlicht. Inzwischen hat sie ganze drei Alben veröffentlicht, von denen ich nur zwei kenne. Ihr letztes Album ist in Deutschland nicht aufzutreiben.

Emma – La Mia Città

2014 | Italien | 21ter Platz

Während ich bei Soluna Samay verstehen kann, warum sie nicht ganz vorne mitgespielt hat, hätte ich Emma durchaus ein paar mehr Punkte zugetraut. Der Song ist ein gutes Pop-Rock Ding, was ich damals ziemlich schmissig fand. Vielleicht war 2014 aber auch einfach das Jahr der Balladen (immerhin gewann Conchita Wursts Rise like a phoenix, während The Common Linnets auf dem zweiten Platz landeten).

Das ist vielleicht auch der Zeitpunkt um anzumerken, dass Italien in den letzten Jahren statistisch die meisten Favoriten von mir geschickt hat. Neben Nina Zilli und Emma fand ich auch den diesjährigen Kandidaten Francesco Gabbani ganz großartig.