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#LoveWritingChallenge: Themen

Und schon ist die dritte Woche der #LoveWritingChallenge um und wieder mal habe ich mich dafür entschieden, alle Wochenthemen in einem Beitrag zusammenzufassen. Und genau darum geht es dieses Mal auch, um Themen.

Liebe

Wenn ich mir mein Geschriebenes aus meinen Teenie-Jahren so angucke, war Liebe das einzige Thema, über das ich geschrieben habe. Romantische, heteronormative Liebesgeschichten waren mein Ding, voll mit Klischees und Tropes, die im Prinzip überall zu finden sind. Vieles davon finde ich heute bestenfalls cringeworthy.

Heute ist Liebe immer noch ein wichtiger Aspekt in den Geschichten, die ich mir ausdenke, aber sie muss nicht immer romantisch, nicht immer zwischen cis-Mann und cis-Frau und vor allem nicht das Hauptaugenmerk der Geschichte sein. Ich schreibe inzwischen lieber slow burn Beziehungen, die die meiste Zeit nicht romantisch sind und sich erst langsam in diese Richtung entwickeln, statt Beziehungen, die sofort romantischer Natur sind, und binde die in einen Plot ein, der nichts mit Beziehungen zu tun hat.

Freundschaft

Freundschaft ist spannend. Früher empfand ich das überhaupt nicht so und meine Protagonisten waren immer ziemlich freundschaftslos (außer ich brauchte mal eine Freundin als plot device). Während ich älter wurde, veränderte sich das immer mehr und inzwischen lese ich auch sehr gerne Geschichten, in denen Freundschaft eine zentrale Rolle spielt.

Bei meinen eigenen Geschichten ist es inzwischen so, dass meine Protagonisten oft in sehr feste Freundschaftsnetze eingebunden sind. Sie sind nicht immer groß, aber die bestehen aus Menschen, die sich gegenseitig respektieren und vertrauen.

Familie

Beim Nachdenken über diesen Post fiel mir auf, dass ich relativ viel über Menschen schreibe, die ihre leiblichen Familien gegen selbstgewählte Familien tauschen. Das ist insofern bemerkenswert, als das es bei mir persönlich nicht das Bedürfnis gibt, meine unmittelbare Familie hinter mir zu lassen.

Familie ist in meinen Geschichten also eng verbunden mit Freundschaft als Thema, weil beides oft gleichgesetzt ist.

Tod und Verlust

Story Time: Ich habe ein Geschichtenkonzept, das stark auf Victor Hugos Les Misérables aufbaut und bekanntermaßen sterben da ja beinahe alle Charaktere. Beim Übertragen der Ereignisse aus dem Buch in die Geschichte, die ich mir ausgedacht hatte, musste ich lange darüber nachdenken, ob ich wirklich auch fast alle Charaktere töten möchte (und bisher bin ich da immer noch nicht wirklich sicher).

Ich scheue mich ein wenig, über Tod zu schreiben. Auch in How Soon, in der es naheliegen würde, dass jemand stirbt, habe ich mich dagegen entschieden, mehr Charaktere als absolut notwendig sterben zu lassen. Ich glaube das liegt daran, dass ich meine Charaktere zu gerne habe, um sie entweder umzubringen oder ihnen Verlust anzutun.

Mut und Angst

Ich schreibe gerne Geschichten in dystopischen Umgebungen, da liegt es nahe, dass Mut und Angst eine zentrale Rolle spielen. Der Mut, sich gegen eine Regierung zu wenden, die Angst, daran zu scheitern, zum Beispiel. Auch zwischenmenschlich ist Angst omnipräsent, als Angst vor Verlust beispielsweise.

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#LoveWritingChallenge: Inspiration

Die zweite Woche der #LoveWritingChallenge steht ganz im Zeichen der Inspiration. Ich habe mich dazu entschieden, nur einen Beitrag zu allen Tagen zu schreiben. Diese Woche geht es also nur darum, was von den vorgegebenen Themen mich inspiriert.

In Kreative Stimmung kommen

Ich bin notorische Spätschreiberin. Ich schreibe am besten und am Meisten nach 22 Uhr. Eigentlich ist das eher dämlich, weil ich immer um Mitternacht ins Bett gehe und gerade zu NaNoWriMo-Zeiten es oft knapp wird, in der Zeit das tägliche Ziel zu erreichen.

Viel mehr braucht es im Prinzip nicht. Mir reicht die Uhrzeit völlig aus, um kreativ zu werden.

Bilder

Ich bin in Sachen Schreiben ein ziemlich visueller Mensch. Einer der ersten Schritte bei jeder Geschichte ist es, meine Charaktere zu benennen und ihnen Gesichter zu geben. Ich sammle aber auch gerne andere Bilder als Inspiration. Ich bin momentan in der Hinsicht etwas konzeptlos, weil ich das bisher meist auf tumblr gemacht habe, die Seite aber schon seit längerer Zeit nicht mehr benutze (den Inspirationsblog für How Soon Is Now gibt es aber immer noch hier). Ich bin vor kurzem auf Mac umgestiegen um festzustellen, dass in der Mac-Version von Scrivener Moodboards angelegt werden können. Gemacht habe ich das bisher nur noch nicht.

Serien und Filme helfen mir nur sehr bedingt, zumindest in visueller Hinsicht. Die Grundidee zu vielen meiner Geschichten ist die Frage, wie es wäre, wenn etwas verändert wäre in Serien oder Filmen, die ich so sehe.

Musik

Musik ist für meinen Prozess ziemlich wichtig. Ich denke mir sehr gerne Musikvideos oder Musicalszenen zu Songs aus und oft benutze ich die dann für Projekte. Meine Outlines sind deshalb oft völlig unverständlich, weil sie nur aus Songtiteln bestehen, so wie diese inzwischen nicht mehr ganz aktuelle Outline zu HSIN:

Zum Beispiel Pa Pa Power: Das ist ein Song von Dead Man’s Bones, der inhaltlich nichts damit zu tun hat, was in dieser Szene passieren soll (u.a. eine Gerichtsverhandlung). Irgendwann beim Hören habe ich mir jedoch vorgestellt, wie eben diese Szene zu der Musik ablaufen würde und inzwischen sind beide auf ewig assoziiert in meinem Kopf.

Musik ist weiterhin wichtig, weil ich beim Schreiben sehr gerne Musik höre. Ich mache dafür Playlisten mit Musik, die mich in irgendeiner Weise an das jeweilige Projekt erinnert. Meine Playliste für HSIN ist zum Beispiel folgende:

Andere Inspiration

Natürlich gibt es hin und wieder ein Zitat, was ich super passend finde, oder ich lese einen Satz in einem Buch, der mir gut gefällt. Das passiert allerdings eher selten und inspiriert mich nicht in dem Maße, wie Bilder und Musik es tun. Auch aus meinem Alltag nehme ich recht wenig mit in die Geschichten, mit Ausnahme von Marotten von Menschen, die ich kenne. Die schaffen es manchmal in Geschichten.

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#LoveWritingChallenge – Tag 1 & 2

Der April stand dieses Jahr, wie auch schon in den letzten zwei Jahren, ganz im Zeichen des Camp NaNoWriMo, der kleine Bruder des großen NaNoWriMo. Ich schrieb, wie auch schon die letzten paar Mal, an meinem Projekt How Soon Is Now, das inzwischen ganz ordentliche 56.000 Wörter zählt. Ganz gelegen kommt mir da die Challenge, die Katie auf ihrem Autorenblog ins Leben gerufen hat: Bei der #LoveWritingChallenge geht es darum, jeden Tag über das Schreiben zu schreiben. Und weil ich mich nicht kurz genug fassen kann für Instagram, gibt es meine Beiträge eben hier auf dem Blog.

Tag 1: Weiblicher Charakter

Es ist tatsächlich ein Phänomen, dass die meisten Charaktere, die ich mir so ausdenke, weiblich sind. Woran das jetzt nun genau liegen mag, ist eine Frage für einen anderen Tag. Ich hab deshalb etwas überlegen müssen, über wen genau ich an dieser Stelle schreiben will. Im Endeffekt habe ich darüber nachgedacht, wer eigentlich der erste Charakter war, den ich weiter als einen puren Namen entwickelt habe, und das war eine junge Frau namens Miri.

Miri hatte irgendwann auch mal einen Nachnamen, an den erinnere ich mich nur leider nicht mehr und in den 5.000 Wörtern, die ich über sie geschrieben habe, taucht er nicht auf. Als ich Miri und ihre Geschichte, die starke Ähnlichkeiten zum Film Bedazzled hatte, konzipierte, war ich 15 Jahre alt und es war damals mit Abstand das längste an Fiktion, was ich bis dato geschrieben hatte.

Ich weiß nicht mehr viel über Miri, auch, weil ich schon mit 15 so schrieb wie heute: Name, ein Skelett an Backstory und ein paar Details stehen, der Rest entwickelt sich während des Schreibens. Was ich weiß ist, dass Miri in ihren 20ern war, sich gerade getrennt hatte und ansonsten im Prinzip wie ich war. Parties mochte sie nicht, ihre beste Freundin hieß fast wie meine zum damaligen Zeitpunkt und ihre Lieblingsfarbe war weinrot.

Im Prinzip waren das alle Infos, die zu diesem Zeitpunkt über Miri existieren. Ich hatte geplant, dass sie den Teufel in Person kennenlernen sollte und ich schätze, dass ich eine klischeebeladene Liebesgeschichte geplant hatte. Trotz nebulösen Umständen, die der vergangenen Zeit, der inzwischen zahlreichen anderen Geschichten und dem kompletten Fehlen von Notizen zuzurechnen sind, denke ich immer mal wieder über Miri nach, und ob ich ihr Projekt wiederbeleben sollte. Vermutlich wird das aber nie passieren; trotzdem ist Miri irgendwie ein Herzenscharakter, der mir immer noch im Kopf rumspukt.

Tag 2: Namensfindung

Für die Namensfindung habe ich keinen festen Prozess. Oft ist der Name noch vor dem Charakter da, ansonsten habe ich meistens eine vage Idee und benutze dann gerne Forebears, um nach Namen zu suchen, die mir gefallen.

Bei How Soon Is Now lief das folgendermaßen ab: Die Geschichte spielt in einem Europa-umfassenden Staat, die Namen sollten also nicht nur aus einem Sprachraum kommen. Ich hab dann also zum einen IMDB durchforstet nach „echten“ Namen und Forebears und daraus die Namen genommen, die mir gefallen haben. Herausgekommen sind dabei die folgenden Vornamen:

Ich habe Namen aus recht vielen Sprachräumen benutzt, weil sie alle aus unterschiedlichen Ecken der Nation kommen sollten. Das ist allerdings der Geschichte geschuldet, in anderen Geschichten sind auch schon mal alle Namen aus dem deutschen Raum.

Im Endeffekt kommen Namen bei mir sehr auf den Kontext der Geschichte an, und dann müssen sie mir gefallen und irgendwie zum Charakter passen.