Schlagwort: Retrospektive

Das war der Juni

Und wieder ist ein Monat ins Land gegangen. Passiert ist nicht wirklich viel, und das obwohl ich drei von vier Wochen nicht gearbeitet habe und alle Zeit der Welt hatte.

Arbeit

Der Arbeitsmonat startete damit, dass ich mir am 1. Juni erstmal gehörig in den Finger schnitt und nach fast 45 Minuten durchgehendem Bluten dann mal zum Arzt ging. Ich bekam zwei Stiche und eine Krankmeldung in die Hand gedrückt und konnte die nächsten 2 1/2 Wochen zum ersten Mal krank sein und dafür bezahlt werden. Darauf verzichtet hätte ich trotzdem gerne, eine tiefe Schnittwunde im kleinen Finger tut erstaunlich weh und durch das Nähen sieht mein Finger jetzt auf ewig so aus, als würde ein kleines Stück fehlen. 0/10, würde ich nicht empfehlen.

Weiterhin habe ich diesen Monat meine Kündigung eingereicht, weil ab dem 1. August mein duales Studium beim Finanzamt beginnt. Davon habe ich bisher nichts erzählt, aber in Zukunft wird das wohl immer mal wieder Thema auf dem Blog werden.

Theater

Schon lange hatte ich mich darauf gefreut, dass so ein tolles Stück wie Hedwig & The Angry Inch in meine Heimatstadt kommt. Ich kaufte also eine Karte, nahm am Tag dann spontan das VIP-Upgrade und freute mich danach 2 Stunden lang über einfach alles. Die Bühne, die ganze Location, die Darsteller, die Mischung aus übersetztem Text und Original – einfach alles. Ein paar Termine werden noch gespielt und ich kann es wirklich nur empfehlen.

Werq The World

Wer mir auf Twitter folgt, hat mit Sicherheit bemerkt, dass ich wahnsinnig großer Fan von Rupaul’s Drag Race bin (die siebte Staffel gibt es inzwischen übrigens bei Netflix). Man kann sich also meine Freude vorstellen, als ich durch Zufall (aka Bianca del Rios Instagram) darauf aufmerksam wurde, dass einige der Queens im Juni nach Köln kommen würden. Das Ticket war schnell gekauft und

Das ganze fand im Gloria-Theater statt, eine Location, die ich gerne mag. Ich stand zwar relativ weit hinten, dafür zwischen lauter Leuten, die die Zeit ihres Lebens hatten (ich auch). Die Show war ihr Geld wirklich wert, alle Auftritte waren toll anzusehen und einen ganzen Abend von Bianca del Rio angeschrien zu werden ist auch irgendwie unterhaltsam.

Popkultur

Filme

  • Mean Girls (inzwischen vermutlich witziger als damals als Teenie)
  • Legally Blonde (mochte ich damals gar nicht so gerne, jetzt beim Angucken war ich sehr begeistert)

Bücher

  • Created By von Steven Prigge (mittelmäßig informativ)

Serien

  • unREAL Staffel 2 (nicht ganz so stark wie die erste)
  • Gotham Staffel 3 (okay, ich werde die nächste vermutlich trotzdem nicht mehr gucken)
  • Shameless Staffel 7 (das altbekannte Shameless-Prinzip, Frank nervt nach wie vor)
  • Ingobernable Staffel 1 (wurde mir als das mexikanische House of Cards verkauft. Das ist es nicht, aber dennoch ziemlich gute Serie)
  • The Handmaid’s Tale Staffel 1 (neben Elle das Unangenehmste, was ich dieses Jahr gesehen habe)
  • American Gods Staffel 1 (visuell unglaublich gut, verliert sich leider sehr in Nebenschauplätzen)
  • Fortitude Staffeln 1 und 2 (zum Schluss hin fast schon etwas abgedreht, Spaß hatte ich trotzdem, allein wegen Sofie Gråbøl)
  • Veep Staffel 5 (nach wie vor witzig)
  • RuPaul’s Drag Race Staffel 9 (meine erste Staffel, die ich live geguckt habe und auf reddit verfolgen konnte. Und dann machen sie solch merkwürdige Dinge am Ende. Immerhin gab es im Finale drei wahnsinnig gute Lip Syncs)

Song des Monats

Den LastFM Statistiken zufolge war Juni der Monat meiner Lip Sync for your life Playlist. Die besteht im Prinzip nur aus Lady GaGa, RuPaul und so ein paar handverlesenen anderen Dingen, zu denen ich höchstdramatisch in meinem Zimmer performen kann. Und am Meisten hörte ich offenbar Waking up in Vegas von Katy Perry. Nun ja, verbuchen wir das unter guilty pleasure und machen weiter.

Das war der Mai

Wir haben ein paar Monate übersprungen (aus einer Vielzahl von Gründen, aber hauptsächlich hatte ich recht wenig Lust zu bloggen), aber die Monatsrückblicke sind zurück!

Arbeit & Uni

Momentan passiert an dieser Front nicht wahnsinnig viel, da hier ab August große Veränderungen anstehen. Ich arbeite also ein bisschen vor mich hin, sammle Überstunden und habe für Juni meinen ersten, bezahlten Urlaub beantragt.

Schreiben

Nachdem ich im April im Zuge des Camps NaNoWriMo etwas über 10.000 Wörter für How Soon Is Now schrieb, brach das in alter Tradition im Mai wieder ein. Ich schrieb insgesamt etwa 1500 Wörter. Dafür plottete ich den Rest der Geschichte endlich mal im Detail.

Konzerte

Zweimal war ich diesen Monat unterwegs:

Marianas TrenchZuerst stand am 22. Mai der Nachholtermin von Marianas Trench an, die im Oktober ihr Konzert wegen Krankheit absagen mussten. Ich war mir relativ sicher, dass das gut werden würde, und das wurde es dann auch. Das Gebäude 9 war eine angenehm kleine Location, das Publikum hatte Bock und Marianas Trench haben eine ziemlich gute Setlist gespielt. Auf jeden Fall eines der besseren Konzerte, auf denen ich bisher so gewesen bin.

Nur ein paar Tage später, am 26. Mai, trat Todrick Hall im Gloria Theater in Köln auf. Auch hier hatte ich recht große Erwartungen, weil ich zum einen großer Fan von Straight Outta Oz bin und zum anderen Menschen vergangene Performances des ganzen auf Youtube eingestellt haben und es wirklich vielversprechend aussah. Und ich wurde nicht enttäuscht: Die Show ist fast schon eher als Musical zu sehen, immerhin wird im Laufe der zwei Stunden eine Geschichte durch die Musik erzählt. Es gibt Kostüme und Choreographie und eine Pause zwischen den zwei Akten.

Es gibt wenige Konzerte, nach denen ich rausgehe und mir denke „Das hat dich verändert.“ Dieses Mal war das so. Straight Outta Oz ist persönlich und politisch zugleich und man merkte das auch im Publikum. Alle um mich waren offenkundig sehr bewegt von dem, was auf der Bühne passierte, mich nicht ausgenommen. Insgesamt eins der wirklich besten Konzerte, auf denen ich bisher gewesen bin.

Popkultur

Filme

  • The 10 Year Plan (erstaunlich unterhaltsam, auf eine dramatic-low-budget Art)
  • Now You See Me 2 (etwas besser als der Vorgänger)
  • Pitch Perfect 2 (lächerliche deutsche Akzente, ansonsten aber ähnlich unterhaltsam wie der erste)
  • Asterix & Obelix: Mission Kleopatra (nach langer Zeit mal wieder gesehen und immer noch lächerlich witzig)
  • Lost River (ästhetisch toll, der Plot war okay)

Serien

Im Mai gingen folgende Staffeln für mich zu Ende, nicht alle davon habe ich komplett im Mai gesehen:

  • Bedrag Staffel 2 (endlich beendet, zeitweise interessanter als die erste Staffel)
  • unREAL Staffel 1 (zufällig auf Amazon entdeckt und für sehr gut befunden)
  • Shameless Staffeln 4, 5, 6 (alternativ: Das lange Warten darauf, dass Frank Gallagher endlich aus der Serie geschrieben wird)
  • Once Upon A Time Staffel 6 (es wird meine letzte Staffel mit dieser Serie gewesen sein)
  • Arrested Development Staffeln 3, 4 (großartige Serie, die vierte Staffel hatte strukturelle Schwächen, war aber trotzdessen noch angemessen witzig)
  • Sense8 Staffel 2 (nachdem ich wieder reingekommen bin, war die Staffel dann zu schnell vorbei und endete mit einem Cliffhanger, der tragischerweise  niemals aufgelöst werden wird)
  • Supergirl Staffel 2 (in Ordnung, die Staffel hatte starke Momente und verlor mich in anderen)

Bücher

  • Killers of the Dawn von Darren Shan (furchtbares Ende, über das ich in einem Zug gleichzeitig traurig und wütend wurde)
  • Dead as a Doornail von Charlaine Harris (unterhaltsam, ohne dass viel darüber nachgedacht werden müsste)

 Song des Monats

Ich war mir ziemlich sicher, dass ich irgendeinen Song aus dem neuen Album von Elif am meisten gehört hätte, aber nein – Top Song des Monats Mai ist Sissy That Walk von RuPaul:

Das war der Februar

Ganz lange habe ich jede Woche einen Wochenrückblick geschrieben, allerdings passiert bei mir in einer Woche kaum was. Also habe ich mir überlegt, auf Monatsrückblicke umzusteigen und das hier ist der erste!

Uni

Ich stecke momentan mitten im Fächerwechsel und habe mich im Zuge dessen an meiner alten Universität diesen Monat exmatrikuliert. Das ist inzwischen schon super offiziell und ich habe eine schicke Bestätigung über meine zahlreichen Semester ohne Abschluss zuhause rumliegen.

Arbeit

Nach 2 1/2 Jahren Tankstelle war mit Jahresende Schluss für mich in dem Job. Den Januar verbrachte ich damit, einen Aushilfsjob zu suchen. Von etwa 20 Bewerbungen meldeten sich gut 6 einfach gar nicht und die einzige positive Rückmeldung erhielt ich von einer regionalen Bäckereien-Kette. Dort wurde ich den Februar eingearbeitet und bisher macht mir der Job genauso Spaß wie der alte. Ich habe die meiste Zeit tatsächlich Spaß am Einzelhandel – dass ich aus Tankstellenzeiten viele Leute noch kenne, hilft dabei ungemein.

Konzerte

Am 20. Februar sah ich mit einer Freundin Taking Back Sunday im Gloria Theater in Köln. Das war das zweite TBS Konzert für mich und nachdem ich beim letzten im Luxor absolut gar nichts gesehen habe, war es umso erfreulicher, dass dieses Konzert hochverlegt wurde.

Insgesamt war ich sehr begeistert, ich mochte das letzte Album schon sehr gerne und sie spielten treffsicher meine Favoriten. Im Programm waren auch Klassiker wie A Decade Under The Influence, was zu meinen absoluten Favoriten zählt und ein toller Song zum Mitschreien ist.

Roller Derby

Da ich umgezogen bin, musste ich mich zwangsweise auch entscheiden, ob ich dem Sport den Rücken kehren möchte, oder das Team wechsle. Da ich definitiv zu viel Spaß habe, habe ich eben das Team gewechselt.

Weiterhin stand mein erstes Scrimmage an. Ein Scrimmage ist beim Derby eine Art Freundschaftsspiel, oft bestehend aus zwei bunt zusammengewürfelten Teams. Ich bin schon seit etwas über einem Jahr dabei, hatte aber bisher nie das Gefühl, dass mein Skate-Level hoch genug sei für ein Spiel. Im Prinzip denke ich das auch immer noch, das Scrimmage lief aber wirklich gut und ich wurde sogar als beste Blockerin meines Teams gewählt.

Popkultur

Bücher

Auf Goodreads verezeichnete der Februar ganze 6 Bücher, wobei 3 davon Comic Trade Paperbacks waren, deren letzte Issue ich lediglich diesen Monat las.

Der Hypnotiseur von Lars Kepler war okay, viel zu lang und aufgebaut wie eine der Law & Order Folgen, in denen das Ende nichts mehr mit dem Anfang zu tun hat.
The Vampire Prince und Hunters of the Dusk sind beide aus der Darren Shan-Reihe, durch die ich mich gerade lese (und über die ich extensiv twittere). Beide waren äußerst unterhaltsam.

Serien

Mein absolutes Highlight im Februar waren beide Staffeln Club de Cuervos, über die ich gar nicht allzu viel sagen will, weil ich noch ausführlichere Rezensionen in Arbeit habe.

Ansonsten beendete ich nach langer Zeit Monster, was einerseits zwar unglaublich gut war, andererseits aber auch unglaublich lang und ich bin mir immer noch nicht sicher, wie genau ich dazu eigentlich stehe.

Ansonsten sah bzw. beendete ich die erste und einzige Staffel Braunschlag (sehr großartig), die erste Staffel Sorjonen (okay), die erste Staffel Arvingerne (langsamer Start, zum Ende hin aber sehr spannend) und die zweite Staffel French & Saunders (manchmal witzig, manchmal nicht).

Filme

Ich sah ganze drei Filme im Februar:

Deadpool war ganz gut, definitiv ein Film der Kategorie „so dämlich, dass es schon wieder witzig ist“.
Man lernt nie aus mochte ich erstaunlich gerne, der Film erinnerte mich ein bisschen an Learning To Drive, nur eben auf Mainstream-Hollywood-Niveau.
Elle sah ich im Kino und es war definitiv einer der unangenehmsten Filme, den ich jemals gesehen habe. Trotzdem ein sehr lohnenswerter Film und vielleicht eine der besten Performances, die Isabelle Huppert jemals abgegeben hat.

Song des Monats

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